18 September 2008

Öko-Surfboards aus Biofoam und Hanffasern

Umdenken bei Herstellern von Wellenreitbrettern

In der Zeitschrift IN FOCUS berichten die Autoren über startende Umdenkprozesse bei der Auswahl von Werkstoffen für den Bau von Wellenreitbrettern. Konventionell werden Wellenreitbretter aus einem Polyurethanschaum im Kern und einer Hülle aus glasfasergewebeverstärktem Polyesterharz hergestellt. Nachdem 2005 der wichtigste Schaumhersteller für Surfboards seinen Betrieb eingestellt hat, begann die Suche nach Alternativen. Mittlerweile sind Schäume für Surfboards auf dem Markt, deren Polyol-Komponente auf Sojaöl basiert.

Nach Herstellerangaben weist das “Biofoam”-Produkt 36% weniger CO2-Emission und einen ca. 60% reduzierten Verbrauch an nicht-regenerativer Energie auf. Ein anderer Schaumhersteller verwendet Polyol auf der Basis von Zucker. Die Firma Country Feeling Surfboards auf Oáhu, Hawaii, hat eine Eco-Serie entwickelt, in der nicht nur der “Biofoam” verwendet wird, sondern eine Lage Glasfasergewebe durch Naturfasergewebe aus Hanffasern ersetzt wird und darüber hinaus ein Harzsystem verwendet wird, dass über UV-Aktivierung vernetzt. Dadurch kann auf das konventionelle Polyesterharz mit den hohen Styrolanteilen verzichtet werden. Country Feeling Surfboards konnte dadurch die Styrol-Emission um 70% reduzieren.

Jeff Bushman und Kyle Bernhardt wollen mit ihren Produkten ein Umdenken bewirken. Vor dem Hintergrund, dass ein Profi-Wellenreitsurfer während einer Wintersaison an der North Shore (Hawaii) bis zu zwei Dutzend Wellenreitbretter verbraucht, scheint dieser Ansatz sehr sinnvoll zu sein. Bushman und Bernardt hoffen, dass andere Surfboard-Hersteller mehr Biowerkstoffe einzusetzen, damit diese ihre CO2-Emissionen nachhaltig reduzieren.

Source: IN FOCUS Magazine, 2008-08.

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