21 Dezember 2018

Öffentliches Bauen & Sanieren mit Baustoffen aus nachwachsenden Rohstoffen

Neues Themenheft der FNR bietet Informationen und Anregungen für die Ausschreibung klimaneutraler Baumaßnahmen

Bildschirmfoto 2018-12-18 um 12.15.31Zukunftsfähiges öffentliches Bauen erfordert immer stärker eine ganzheitliche Betrachtungsweise, die neben den reinen Investitionskosten auch dauerhafte Effekte für Haushalt, Umwelt und Stadtentwicklung im Blick hat. Dieser Ansatz kommt nicht ohne Fachkompetenz in Sachen Nachhaltigkeit aus. Wertvolle Beiträge dafür kann das neue Themenheft „Öffentliches Bauen & Sanieren: Produkte, Einsatzbereiche, Ausschreibung“ der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) leisten. Es gibt wichtige Einblicke in die Vergabe von nachhaltigen Bauvorhaben mit umweltfreundlichen, biobasierten Materialien.

Das Themenheft kann hier bezogen werden: https://mediathek.fnr.de/broschuren/nachwachsende-rohstoffe/nachhaltige-beschaffung.html

Die neue Fachinformation der FNR informiert darüber, welche biobasierten Baustoffe der Markt zu bieten hat, welche technischen und umweltgerechten Lösungen möglich sind und wie sie in die öffentliche Bauausschreibung eingebunden werden können. Besonders hilfreich für die Praxis sind Best-Practice-Beispiele und Musterformulierungen.

Komplexe öffentliche Bauvorhaben lassen sich oft nicht mehr mit den Methoden des Projektmanagements beherrschen. Heute bedarf es ausgewiesener Fachkompetenz, die bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung nicht nur die reinen Baukosten im Blick hat. Information und Markterkundung haben daher in Bau- und Planungsabteilungen und in Bauämtern oberste Priorität. Bedarfsträger, Einkäufer und Planer müssen über Kenntnisse in Bezug auf nachhaltige, innovative Produkte und technische Lösungen verfügen. Dazu kann das Themenheft „Öffentliches Bauen & Sanieren“ einen wichtigen Beitrag leisten.

Weil auch Anbieterfirmen und Planungsbüros in die Überlegungen eines nachhaltigen Einkaufs von Bauleistungen einbezogen werden müssen, bietet sich der aktive Dialog an. Deswegen sind mit dem vorgelegten Themenheft nicht nur die in den Verwaltungen für Planen und Bauen zuständigen Fachleute und Entscheider, sondern auch Mitarbeiter externer Ingenieurbüros und Handwerksbetriebe angesprochen. Auch sie erhalten Anregungen zum bestmöglichen Einsatz von Bauprodukten aus nachwachsenden Rohstoffen.

Die Bauwirtschaft verbraucht weltweit 50 Prozent unserer Rohstoffe, die Bau- und Wohnungswirtschaft verursacht 33 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Eine ganzheitliche Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollte deshalb elementar für Bauvergaben sein. Die starke Fokussierung auf die Bauleistung als Gesamtpaket  ohne inhaltliche Vorgabe der Materialeigenschaft und –qualität und der dahinterstehende Kostendruck rücken jedoch das „WIE“ eines Beschaffungsvorgangs in den Vordergrund. Gleichzeitig gerät der Inhalt, nämlich das „WAS“ und damit die Leistungsqualität in Form von Produkteigenschaften schnell in den Hintergrund – zum Nachteil von Umweltaspekten.

Baustoffe aus Holz und anderen nachwachsenden Rohstoffen tragen dazu bei, dass wertvolle und begrenzte fossile Rohstoffe und Klima geschont, Mehrfachnutzungen ermöglicht und Energie gespart werden. Am ihrem Lebensende kann meist eine einfache Entsorgung stattfinden. Der öffentliche Sektor hat die Gelegenheit, das Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen beispielhaft, glaubwürdig und vorbildlich zu demonstrieren.

Eine Auswahl biobasierter Bauprodukte ist auch in der „nachwachsenden Produktwelt“ https://www.die-nachwachsende-produktwelt.de/ zu finden.

Das Themenheft „Öffentliches Bauen & Sanieren“ wurde im Rahmen des Projektes „Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf“ erstellt und ist die vierte Arbeitshilfe dieser Reihe. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert dieses Projekt über die FNR.

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Pressemitteilung, 2018-12-17.

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