18 April 2002

Nur noch mit FSC-Gütesiegel

Im Rahmen der 6. Vertragsstaatenkonferenz zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt in Den Haag, haben die Vertreter Deutschlands und Frankreichs drastische Änderungen ihrer zukünftigen Einkaufspolitik von Produkten aus Primärwäldern angekündigt.

Der französische Staatspraesident Jacques Chirac kündigte an, dass Frankreich keine Steuergelder mehr für Holz aus Urwaldzerstörung ausgeben werde. Statt dessen werden öffentliche Einrichtungen nur noch Hölzer mit dem Gütesiegel FSC einkaufen.

Noch am nächsten Tag sagte der Bundesumweltminister Jürgen Trittin, “von Den Haag müsse ein klares Signal für die Zertifizierung nachhaltiger Holzprodukte ausgehen“. Er verwies darauf, dass in Deutschland die Beschaffungsstellen des Bundes angewiesen sind, bei Baumassnahmen im Fall einer Nutzung von Tropenholz – nach den Möglichkeiten des Marktes – Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft, versehen mit einem glaubwürdigen Zertifikat, zu verwenden. “Künftig sollten öffentliche Beschaffungsstellen Produkte aus Primärwäldern nur noch dann verwenden, wenn sie den Anforderungen des weltweit anerkannten Forest Stewardship Council (FSC) entsprechen”, so der Bundesumweltminister.

(Vgl. auch Meldungen vom 2002-03-11, 2002-03-08, und 2002-01-30.)

Source: BMU vom 2002-04-11, Greenpeace und naturbau-news vom 2002-04-18.

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