4 März 2005

NRW-Landwirtschaftsministerin Höhn zur Agrarministerkonferenz:

Pflanzenöl und Zuckerrüben als Treibstoffe schaffen großes Potenzial für die Landwirtschaft und fördern Unabhängigkeit vom Öl

Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn hat heute auf dem Petersberg in Königswinter die Landwirtschaftsministerinnen und –minister der Länder sowie Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast zur Agrarministerkonferenz 2005 begrüßt. Nordrhein-Westfalen hat den Vorsitz der Agrarministerkonferenzen für das Jahr 2005 übernommen und richtet im März die Frühjahrskonferenz auf dem Petersberg sowie im Oktober die Herbstkonferenz in Bielefeld aus. Im Rahmen der Frühjahrskonferenz werden als Schwerpunkte die Themen Erneuerbare Energien als Einnahmequelle für die Land- und Forstwirtschaft, insbesondere Biotreibstoffe beraten. Begleitend zum Thema Erneuerbare Energien werden am 3. und 4. März Kraftfahrzeuge vorgeführt, die mit Pflanzenöl oder Bioethanol angetrieben werden. U.a. wird auch ein mit Rapsöl betriebener Rennwagen vorgestellt.

Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: “Die Produktion und Nutzung von Biotreibstoffen verringert nicht nur die Treibhausemissionen, sondern schafft Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum. Bis 2020 können bei 25 Prozent biogenen Treibstoffen nach Schätzungen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe 175.000 Arbeitsplätze neu entstehen. Damit schaffen wir eine große Wirtschaftskraft für die Landwirtschaft und die Industrie und fördern die Unabhängigkeit vom Mineralöl.

Die Potenziale für Biotreibstoffe sind in Deutschland bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Diese Agrarministerkonferenz ist für mich Anlass, die Automobilhersteller aufzufordern, dem Beispiel von Ford zu folgen und endlich künftig auch in Deutschland Bioethanol-taugliche Fahrzeuge anzubieten. Solche Fahrzeuge, die jede beliebige Mischung von Bioethanol und Benzin tanken können, bieten nahezu alle Hersteller auf dem US-amerikanischen Markt und in Brasilien an und auch in Schweden werden sie verkauft.

Mit Bioethanol und reinem Rapsöl stehen neben Biodiesel zwei weitere, praxisreife und klimaschonende Biotreibstoffe zur Verfügung. NRW hat sich die Förderung beider Technologien auf die Fahne geschrieben und bietet seit einigen Wochen für Kommunen ein spezielles Förderprogramm für die Umstellung von Fahrzeugen in der öffentlichen Verwaltung auf den Betrieb mit Bioethanol und reinem Rapsöl an. Außerdem fördern wir die Umrüstung von Schleppern auf den Betrieb mit reinem Rapsöl.”

(Vgl. Meldungen vom 2005-02-14 und 2005-02-09.)

Source: MUNLV-Pressemeldung vom 2005-03-03.

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