16 Februar 2015

Novamont auf der Biofach: Bio ist gut, Nachhaltigkeit tut gut

Weltpremiere des ersten kompostierbaren Joghurtbechers

Novara, 11. Februar 2015 – Das Interesse an ökologisch hergestellten Lebensmitteln steigt unaufhörlich in allen Teilen der Welt und die diesjährige Ausgabe der Biofach – der größten Fachmesse, die vom 11. bis 14. Februar in Nürnberg stattfindet – steht kurz davor, die wichtigsten Protagonisten in diesem ständig wachsenden Markt zu empfangen.

„Bio“ ist nicht nur ein Etikett oder eine Zertifizierung, sondern steht zuallererst für Qualität und den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, und genau diese Ressourcen stehen seit jeher im Mittelpunkt der Forschung und Innovation von Novamont. Auf der Biofach 2015 präsentiert das Unternehmen seine Lösungen aus Mater-Bi®, mit denen die Herstellung von Kunststoffabfällen reduziert und eine verbesserte ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit der gesamten Landwirtschafts- und Ernährungsbranche, insbesondere die der Bio-Produkte, gewährleistet werden soll.

Mater-Bi® gehört zu der von Novamont entwickelten Familie der Biokunststoffe. Der Werkstoff ist gemäß den europäischen Normen UNI EN 13432 und UNI EN 14995 biologisch abbau- und kompostierbar, hat sehr ähnliche Eigenschaften wie herkömmliche Kunststoffe und besteht aus nachwachsenden Rohstoffen landwirtschaftlichen Ursprungs. Darüber hinaus können mit Mater-Bi die Treibhausgasemissionen verringert, der Energieverbrauch und die Nutzung nicht erneuerbarer Ressourcen reduziert und somit ein natürlicher Kreislauf geschlossen werden: Die Rohstoffe vom Acker werden durch biologischen Abbau oder Kompostierung wieder dem Boden zugeführt, ohne dass es zu einer Freisetzung von schädlichen Stoffen kommt.

Lebensmittel Lösungen

Die Linie der Familie der Mater-Bi®-Biokunststoffe für die Lebensmittelbranche umfasst Teller, Gläser, Besteck, Schüsseln, Portionsbehälter, Strohhalme, Eisbecher und Eislöffel. Diese können zusammen mit Bio-Abfällen entsorgt und durch anaerobe Zersetzung kompostiert werden, was die Herstellung von Restmüll reduziert und die Treibhausgasemissionen deutlich verringert.

Bildschirmfoto 2015-02-13 um 15.57.53Diese Produktreihe feiert Weltpremiere mit dem ersten kompostierbaren Joghurtbecher. Der Becher wird durch Thermoformen einer für kalte Speisen geeigneten Mater-Bi®-Klasse gewonnen und brachte der F&E-Abteilung von Novamont einen weiteren Erfolg ein. Erst wenige Monate zuvor hatte das Unternehmen bereits den ersten kompostierbaren hitzebeständigen Teller aus Mater-Bi® entwickelt, ein Produkt aus einer neuen Biopolymerklasse.

Die neuen Biokunststoffe der Mater-Bi-Familie® besitzen einen hohen Anteil an erneuerbaren Rohstoffen, sind kompostierbar und für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen. Ihre Formpressleistung ist mit der von Polypropylen vergleichbar. In der Lebensmittel- und Einmalprodukte-Verpackungsindustrie haben die Werkstoffe der Gastronomie sehr wichtige Chancen eröffnet und bieten die Möglichkeit, noch nachhaltigere Lösungen mit mechanischen, thermomechanischen und produktiven Leistungen und einem äußerst innovativen Look zu entwickeln. Der erste Mater-Bi®-Teller für warme Speisen verbindet eine hohe Temperaturbeständigkeit (bis zu 100 °C) und hervorragende mechanische Eigenschaften mit einem ansprechenden Look und einer extrem schnellen Kompostierungsleistung gemäß der internationalen Norm EN 13432.

Verpackungslösungen

Auf der Biofach-Ausstellung werden vielfältige Lösungen für die Verpackung von Lebensmitteln vorgestellt. Die wichtigsten darunter sind:

  • die Brottüte. Weltpremiere auch für diese Lösung: ein Papier mit Klarsichtfolienfenster, das sich vollständig mit dem Bio-Müll entsorgen lässt;
  • Lebensmittelpapier aus Mater-Bi®. Das extrudierte oder mit einer dünnen Mater-Bi®-Schicht laminierte Papier ist wasserabweisend und resistent gegen ölige Substanzen. Das Lebensmittelpapier aus Mater-Bi® ist ideal zum Verpacken von Lebensmitteln. Es ist in verschiedenen Größen erhältlich, und die gesamten Oberseite kann persönlich gestaltet werden;
  • Netz zum Verpacken von Lebensmitteln: Ein extrudiertes Netz aus Mater-Bi®, das sich ideal zum Verpacken von frischem Obst und Gemüse eignet. Es kann ebenfalls direkt zusammen mit den Bio-Abfällen entsorgt und anschließend kompostiert werden;

Lösungen für die biologische Landwirtschaft

Für die Biolandwirtschaft stellt Novamont seine Mulchfolien, Töpfe, Pheromonspender-Haken und -Drähte vor. In der Landwirtschaft wird die Kunststoff-Mulchfolie auf den Boden gelegt, um Feuchtigkeit zu speichern, das Wachstum von Unkraut zu verhindern und den Boden warm zu halten. Die Mulchfolie aus Mater-Bi® bietet eine landwirtschaftlich und ökologisch wirksamere Alternative zu herkömmlichen Kunststofffolien, da sie am Ende des Erntezyklus weder entfernt noch auf der Mülldeponie entsorgt werden muss. Aufgrund ihrer biologischen Abbaubarkeit im Boden („OK Biodegradable soil”-Zertifizierung) wird die Mulchfolie aus Mater-Bi® ohne schädliche Nebenwirkungen in organische Stoffe, Wasser und Kohlendioxid umgewandelt. Auf diese Weise wird die Umweltbelastung drastisch minimiert und der Erzeuger kann Zeit sparen und die Ressourcen schonen.

Alle Mater-Bi®.Produkte garantieren

  • einen Anteil an nachwachsenden Rohstoffen (gemessen am C14 Kohlenstoffgehalt) von mehr als 50 %;
  • deutlich geringere Treibhausgasemissionen „Cradle to grave“ pro Kilogramm Produkt als bei herkömmlichen Kunststoffen;
  • eine Recycelbarkeit gemäß den nationalen Normen der Recycling-Konsortien;
  • die Einhaltung einschlägiger Normen für den biologischen Abbau im Meer;
  • Bioabbaubarkeit in der Kompostierung gemäß der Norm UNI EN 13432;
  • die Verwendung von nachhaltiger Biomasse bei der Herstellung.

Novamont wird auf der Biofach 2015 mit einem eigenen Stand (Halle 4, Position 161) sowie mit einem Eckstand bei AIAB (Halle 1, Position 1-341b) vertreten sein, mit dem es seit langem – unterstützt von Firab – in der Forschung zusammenarbeitet. Anlässlich der BioFach möchte Novamont auch seine Partnerschaft mit Slowfood, einer renommierten gemeinnützigen Organisation ausbauen, die sich für die Förderung guter, sauberer und fairer Lebensmittel für alle in 150 Länder weltweit einsetzt.
Zusammen mit dem Konsortium Gargano Agrumi – dem örtlichen Büro für Bio-Produkte von Slowfood –, SaBox, dem Hersteller von nachhaltigen Verpackungen aus Wellpappe, und dem Speditionsunternehmen DHL wurde speziell für die Biofach ein Paket mit Bio-Orangen, Distelhonig, Mater-Bi®-Granulat und Distelsamen zusammengestellt.

Über Novamont

Novamont SpA ist führend in der Entwicklung und Herstellung von Werkstoffen und Biochemikalien unter Verwendung nachwachsender Rohstoffe. Mit 370 Beschäftigten (etwa 20 % davon sind im Bereich F&E beschäftigt) hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von über 136 Millionen Euro erzielt und beständig in Forschung und Entwicklung investiert (6,2 % des Umsatzes aus 2013). Die Gesellschaft hält ein Portfolio mit rund 1000 Patenten. Firmensitz ist Novara, die Produktionsstätte befindet sich in Terni, Forschungslaboratorien betreibt das Unternehmen in Novara, Terni und Piana di Monte Verna (Region Kampanien). Novamont ist über Tochterfirmen in Porto Torres (Region Sardinien), in Bottrighe (Region Venetien), Terni und Patrica (FR) tätig. Vertriebsniederlassungen unterhält das Unternehmen in Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten, Vertreter des Unternehmens arbeiten in den Beneluxstaaten, Skandinavien, Dänemark, im Vereinigten Königreich, China, Japan, Kanada, Australien und Neuseeland.

Source: Novamont, Pressemitteilung, 2015-02-11.

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