22 November 2004

nova-Überblick: Technische Textilien, November 2004

In der November-Ausgabe der Fachzeitschrift “Technische Textilien” (ISSN 0323-3243), Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag, erschienen folgende Beiträge zum Thema Naturfasern:

Im Beitrag “Cellulosefibrillen zur Polymerverstärkung” (S. 181) geht es um aus Holz gewonnenen Cellulosefibrillen, die einen Durchmesser im Nanometer-Bereich und eine Länge im Mikrometer-Bereich aufweisen. Diese Fibrillen und Fibrillenbündel stoßen zunehmend auf Interesse als Verstärkungsfasern in klassischen und Bio-Kunststoffen. Gegenüber den “normalen” Naturfasern haben sie Vorteile in Bezug auf ihren hohen Elastizitätsmodul, ihr gutes Längen-/Durchmesserverhältnis, ihre Transparenz und gute Kompatibilität mit verschiedenen Matrizes. Eine besondere Eignung besteht dort, “wo hohe Festigkeiten bei gleichzeitigem Anspruch auf minimale Größe der Verstärkungsteilchen gefordert sind”.

Auf Seite 192 findet sich ein ausführlicher Kongressbericht zur Narossa 2004 in Magdeburg, in dem es vor allem um “Ökokologie”, “Verfahrenstechnik” und “Einsatzgebiete” geht.

Um “Geogitter aus baumstammdicken Fäden” geht es auf Seite 195. Aus z.B. Streifen, Schnitzeln, Flocken oder Schnittabfällen aus Natur- oder synthetischem Material werden in zwei Prozessschritten grobe, Strickleiter-artige Gitter hergestellt, die sich zur Hangbefestigung eignen. Die F&E-Arbeiten an diesen neuartigen Geotextilien wurden am Sächsischen Textilforschungsinstitut in Chemnitz durchgeführt.

“Biokunststoffe für Verpackungen, Waschbeutel und Autoreifen” ist das Thema der Seiten 212 und 213. C. Dietrich von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg berichtet über den aktuellen Stand der Entwicklung. Verpackungsmaterialien aus Biokunststoffen z.B. als Folien, Beutel, Tüten, Säcke und lösliche Waschfolien aber auch Formteile habe ihre Marktfähigkeit erreicht. Entsprechend ihrer Spezifikationen im Gebrauch können sie biologisch abbaubar, wasserlöslich oder langlebig ausgeführt werden.

Im englischen Teil der Zeitschrift finden sich im Artikel “Fleissner: enlarged nonwoven technical center” (S. E 162) interessante Zahlen zur europäischen Vliesstoffproduktion, aufgeteilt nach Verfahren und Faserarten. Demnach wurden im Jahr 2002 ca. 1.280.000 t Fasern und davon ca. 41.100 t Naturfasern (= 3,2%) in der europäischen Vliesstoffproduktion eingesetzt. Siehe auch Fleissner.

Source: Fachzeitschrift "Technische Textilien" (ISSN 0323-3243), Heft 4, Jahrgang 47, November 2004.

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