25 April 2002

nova-Symposiumsbericht: Mater-Bi® weiter auf Erfolgskurs

G. Floridi von Novamont S.p.A (Italien) präsentierte auf dem GreenTech 2002 Symposium „Industrial Crops and Products“ (Amsterdam, 24.-26. April) die neuesten Markt- und Produktentwicklungen des stärkebasierten Bio-Kunststoffes Mater-Bi®.

Im Jahr 2000 wurden in der Europäischen Union etwa 25.000 bis 30.000 Tonnen Bio-Kunststoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe eingesetzt. Die meisten davon basierten auf Stärke und Stärkederivaten, die aus Mais, Weizen und Kartoffeln gewonnen wurden. Verglichen mit den ca. 30 Mio. Tonnen von Kunststoffen auf Erdölbasis ist der Anteil von Bio-Kunststoffen noch sehr gering. Aufgrund neuer Eigenschaftsprofile von Bio-Kunststoffen, ökologischen Vorteilen und einer EU-Politik, die den Einsatz von Bio-Kunststoffen unterstützt, wird für die nächsten Jahren eine sehr dynamische Marktentwicklung erwartet.

Novamont ist seit zwölf Jahren auf dem Gebiet der stärkebasierten Bio-Kunststoffen aktiv und hält inzwischen 80 Patente auf diesem Gebiet. Die Produktionskapazitäten für Mater-Bi® liegen heute bei 35.000 Tonnen/Jahr und haben sich damit in den letzten Jahren mehr als vervierfacht. 20.000 Tonnen/Jahr werden bei Novamont in Italien produziert, die übrigen 15.000 Tonnen/Jahr von Lizenznehmern. Werden neben den Produktions- auch die Entsorgungskosten berücksichtigt, liegt Mater-Bi® bereits heute auf dem Preisniveau erdölbasierter Kunststoffe.

Herr Floridi stellte das breite Spektrum von Mater-Bi®-Anwendungen vor: Folien, Verpackungs-Chips („Loose Fill“), Lebensmittelverpackungen, Einkaufsbeutel, Kompost-Säcke, Einweg-Handschuhe, Sanitärprodukte, Windeln. Im Autoreifen GT3 BioTred von GoodYear wird Mater-Bi® als Füllstoff eingesetzt und verringert sowohl den Kraftstoffbedarf als auch die Geräuschentwicklung. Ein weiteres, wichtiges Einsatzgebiet ist der Agrarbereich (Mater-Agro®). So wird Mater-Bi® zu Mulchfolien, die auf dem Feld verbleiben und nach ca. 5 Monaten biologisch abgebaut sind, und zu Pflanztöpfen verarbeitet.

Herr Floridi zeigte abschließend die Ergebnisse einer Öko-Bilanz, in der Verpackungs-Chips („Loose Fill“) aus Mater-Bi® mit solchen aus EPS verglichen wurden. Die stärkebasierten Chips lagen je nach Kriterium (CO2, Energie) um den Faktor 2 bis 4 besser als die EPS-Chips.

Kontakt:
G. Floridi
Novamont S.p.A
Via G. Fauser, 8
I – 28100 NOVARA
ITALIEN
E-Mail: bastioli@materbi.com

(Vgl. auch Meldungen vom 2001-11-01 und 2001-02-02.)

Source: nova-Symposiumsbericht vom 25. April 2002.

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