3 November 2016

nova-Experten stellen sich vor: Michael Carus

Geschäftsführer der nova-Institut GmbH

Einen langen Bart seit 30 Jahren, Michael Carus im Jahr 1990 und heute.

Einen langen Bart seit 30 Jahren, Michael Carus im Jahr 1990 und heute.

Michael Carus wurde am 15. Oktober 1956 in Köln als ältester Sohn geboren. Aufgewachsen in Wuppertal führte ihn das Studium der Physik und Mathematik zurück in seine Geburtsstadt, wo er 1983 sein Diplom in Physik erhielt. Im Allgemeinen Studentenausschuss (AStA), der Vertretung der Studenten, leitete er mehrere Jahre das Ökologie-Referat.

Es folgten mehrere Jahre, in denen Carus als Lehrer am Fernlehrgang im Bereich Ökologie, Kernenergie und Radioaktivität der Universität Tübingen tätig war. Parallel hierzu arbeitete er als Wissenschaftsjournalist für bekannte Zeitschriften wie „Bild der Wissenschaft“ und als Wissenschaftler im KATALYSE-Umweltinstitut in den Bereichen Energie und Umwelt.

Die Suche nach der richtigen thematischen Ausrichtung brachte Carus für sechs Jahre als Systemmanager in den IT-Bereich (Tektronix) und für zwei Jahre in die Solarindustrie (Flachglas Solartechnik), um schließlich wieder zum Kölner KATALYSE-Umweltinstitut in den Bereich Energie, Erneuerbare Ressourcen und Elektrosmog zurückzukehren. Anfang 1993 wurde Carus dort Abteilungsleiter.

Nachdem er das Thema Ressourcen als sein Spezialgebiet gefunden hatte, wurde das Jahr 1994 zum Schicksalsjahr: Ende 1994 gründete Carus mit fünf anderen Wissenschaftlern die nova-Institut GmbH – nova-Institut für politische und ökologische Innovation – und fungiert seitdem als Eigentümer und einer von zwei Geschäftsführern. Mit seinerzeit gerade sechs Mitarbeitern ist das nova-Institut inzwischen auf knapp 30 Mitarbeiter angewachsen.

Seitdem steht die Bio-basierte Ökonomie im Mittelpunkt der Arbeit von Michael Carus. Dabei fiel schon früh die Entscheidung, sich ganz auf die stoffliche Nutzung zu fokussieren. Im Bereich Energie sah Carus schon früh die Überlegenheit von Solar- und Windenergie sowie Elektromobilität. Um aber den fossilen Kohlenstoff in der Chemie- und Kunststoffindustrie zu ersetzen, ist Biomasse unverzichtbar –wenn auch inzwischen eine weitere Alternative aufgetaucht ist: Die direkte Nutzung von CO2 als erneuerbare Kohlenstoffquelle.

Seit dem Jahr 2005  ist Michael Carus zudem Geschäftsführer des damals neu gegründeten Verbandes “European Industrial Hemp Association (EIHA)”, www.eiha.org, und war in dieser Funktion Mitglied der Lead Market Initiative (LMI) „Ad-hoc Advisory Group for Bio-based Products“ (2010-2013). Zudem ist er Mitglied des Technischen Kommittees CEN/TC 411 “Bio-based products” (seit 2011), Mitglied der “Expert Group on Bio-based Products” of the European Commission (seit 2013), und war Mitglied der Arbeitsgruppen “Biomass supply” sowie “Market-making” des “Bioeconomy Panels” der Europäischen Kommission (2013 – 2014). Carus war Mitglied der CEFIC „Task Force on CO2“ (2012 – 2013) und Teil des Kernteams der SCAR Foresight Expertengruppe “Sustainable Bioresources for a Growing Bioeconomy” (2014 – 2015). (SCAR: Standing Committee on Agricultural Research).

Hinzu kommen noch Aktivitäten auf internationaler Ebene (Mitglied der FAO „Hard fibre group“ und der Steuerungsgruppe des „International Year of Natural Fibre (IYNF) 2009“). Auf nationaler Ebene ist er bis heute Mitglied in der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe (AVK-TV), Untergruppe “Naturfaser-verstärkte Kunststoffe“ sowie bei den Biotechnologie-Netzwerken CLIB2021 in Nordrhein-Westfalen und IBB in Bayern.

Heute zählt Michael Carus zu den führenden europäischen Experten, Marktforschern und Politikberatern der Bio- und CO2-basierten Ökonomie. Carus ist Autor und Mitautor zahlreicher fundamentaler Studien und Politikpapiere zur Bio-basierten Ökonomie, eine Auswahl finden Sie unter www.bio-based.eu/nova-papers und www.bio-based.eu/policy

Source: nova-Institut GmbH, 2016-11-03.

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