21 August 2008

nova-Buchbesprechung: Der regionale Markt für Miscanthus

Broschüre beleuchtet Absatzwege in Bayern, Österreich und Schweiz

Der Markt für regenerative Energien und nachwachsende Rohstoffe birgt auch für Landwirte ein enormes Potenzial. Anbauversuche von Chinaschilf (Miscanthus) haben sich bereits bestens bewährt. Um Angebot und stetig wachsende Nachfrage zusammenzubringen, wurde von Ecozept jetzt eine kompakte Broschüre auf den Markt gebracht: “Der regionale Markt für Chinaschilf – Ernte, Aufbereitung und Absatzwege in Bayern, Österreich und der Schweiz” soll sich sowohl an produzierende Landwirte als auch an alle Institutionen für Naturschutz, Land- und Wasserwirtschaft wenden – eine Aufgabe, die durch den sehr schmalen Umfang bei einem Preis von 39,00 Euro nur begrenzt erfüllt wird.

08-08-21_Econzept.jpgDas 16-seitige Heft im DIN-A5-Format stellt im Wesentlichen einen Auszug aus der Diplomarbeit von Dominik Forster dar, die Ecozept in diesem Jahr betreut hat und die eine Marktanalyse zum Absatz von Chinaschilf verspricht. Vorgestellt werden Abnehmer der energetischen Verwertung (Heizkesselhersteller und Betreiber von Biomasseheizwerken), große Pferdehalter als Abnehmer von Tiereinstreu und die verarbeitende Idustrie, welche Pellets und Einstreu herstellt. Ergänzt wird dies durch ein 3-seitiges Pflanzenporträt des Chinaschilfs mit Fokus auf den Anbau.

Ergebnisse optimistisch
Die Ergebnisse der Studie sind positiv, rechtfertigen jedoch kaum den hohen Preis der Broschüre: Von Januar bis April 2007 haben sich insgesamt 110 Marktakteure in Deutschland, Österreich und der Schweiz an einer Befragung beteiligt und zu ihrem Bedarfs- und Nutzungsverhalten Auskunft gegeben. Dabei hat sich gezeigt, dass die Nachfrage nicht nur im Energiesektor hoch ist, wo sich Chinaschilf bei Herstellern von Heizkesseln oder Betreibern von Biomasseheizwerken immer mehr als Alternative zu Holzhackschnitzeln durchsetzt. Auch in der verarbeitenden Industrie, so zeigen die Untersuchungsergebnisse, bewährt sich der nachwachsende Rohstoff beispielsweise als Baustoff, als Ersatz für PVC oder auch als alternative Tiereinstreu.

Als Serviceteil bietet das Heft eine Adressensammlung, in der zum einen die Bezugsquellen für Chinaschilf-Rhizome, zum anderen die potenziellen Abnehmer für Chinaschilf und seine Verarbeitungsprodukte aufgelistet sind. Übersichtskarten zeigen zudem anschaulich die Verteilung der Firmen in den drei untersuchten Absatzgebieten mit Schwerpunkt Bayern.

Die Publikation kann unter info@ecozept.de zum Preis von 39,00 Euro zuzüglich 5 Euro Versandkosten bestellt werden. Dabei ist sie vor allem für Landwirte interessant, die mit dem Gedanken an den Anbau der Pflanze spielen und nach Quellen für die Rhizome und Abnehmern für die Ernte suchen. Obwohl einige spannende Details enthalten sind, ist diese Broschüre – aufgrund des doch sehr schmalen Umfangs zu dem Preis – als Informationsquelle über Miscanthus jedoch nicht die erste Wahl.

Weitere Informationen:

Source: Ecozept, 2008-08.

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