25 August 2009

nova-Bericht: Landnutzung für Biokunststoffe

Dürfen wir Agrarprodukte zu Werkstoffen verarbeiten, während Menschen hungern?

Als Beitrag zur aktuellen Debatte in Öffentlichkeit, Politik und Industrie nehmen Michael Carus und Stephan Piotorwski in einem Artikel für das “Bioplastics Magazine” Stellung zu biobasierten Kunststoffen.

Es gibt genug ungenutztes oder unter-nutztes Land, um sowohl die Ernährung der Menschen und die Futtermittelproduktion sicherzustellen, als auch Biomasse für Bioenergie und zur stofflichen Verwertung zu produzieren – so das zentrale Argument der Autoren, beide Marktexperten für nachwachsende Rohstoffe. Anschaulich aufbereitete Informationen zu Agrarpotenzialen und zur Preisentwicklung stützen ihre Aussagen.

Biobasierte Polymere benötigen derzeit weniger als 0,1% der landwirtschaftlichen Anbauflächen – dies zeigt, dass die Diskussion um eine Konkurrenz zwischen Nahrungs- und Futtermitteln einerseits und Biokunststoffen andererseits derzeit weitgehend hypothetisch ist.

“Das Ziel solte sein, Nutzpflanzen anzubauen, die das Land für den beabsichtigte Zweck möglichst effizient nutzen,” so die Schlussfolgerung der Autoren. Wenn der Anbau von Nahrungsmittelpflanzen die effizienteste Produktion von Biowerkstoffen ermöglicht, dann führt die Verwendung von nicht-Nahrungsmittelpflanzen zu einer ineffizienten Landnutzung.

Weitere Informationen
Michael Carus, Stephan Piotrowski, 2009: Land Use for Bioplastics. In: Bioplastics Magazine 04/09, p.46-49. (Volltext auf englisch, PDF-Dokument)

Kontakt
Michael Carus
Stephan Piotrowski
nova-Institut GmbH
Tel. 02233-48-14 40
E-Mail: [email protected]
Dokument: 09-08_Land_use_for_Bioplastics_BM.pdf

Source: nova-Institut GmbH, 2009-08-24.

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