6 Mai 2007

Nipapalme: Basis für Biokraftstoff und Fasern

Malaysische Regierung fördert Ethanol-Projekt

Nipapalmen sind durch die vielseitige Verwendbarkeit ihrer Fasern und Blätter von einiger wirtschaftlicher Bedeutung: Fasern und Blätter finden bei der Herstellung von Flechtwerk Verwendung; die Blätter werden auch als Baumaterial für Wände und für traditionelle Dachdeckungen eingesetzt und sogar zu Zigarrettenpapier verarbeitet. Die Frucht der Nipapalme gilt als Delikatesse. Aus den unreifen Blüten wird ein stark zuckerhaltiger Saft gewonnen.

Die erste Raffinerie zur Gewinnung von Bio-Ethanol aus dieser Pflanze wird derzeit von Pioneer Bio Industries Corp. im malaysischen Bundesstaat Perak errichtet. Die Regierung stellt dort 10.000 ha Nipa-Sümpfe zur Verfügung.

Nipapalme.JPGEinem Bericht des Holz-Zentrallblatt zufolge sollen dort im nächsten Jahr bereits 450 Mio. l Ethanol produziert werden. 15 weitere Anlagen sind geplant.

“Die kleinwüchsige, unbewehrte, gefiederte Nipa-Palme wächst in den Sümpfen nahe von Flussmündungen in Süß- und Brackwasser und kann für den beschriebenen Zweck 50 Jahre lang genutzt werden.”, so das HZ weiter. Aufgrund dieser Lage stehen Nipapalmen nicht in Flächenkonkurrenz zu anderen Nahrungs- oder Rohstoffpflanzen.

Die Gewinnung des Saftes erfolgt ähnlich der Zuckerpalme oder der Lontarpalme durch das Anschneiden der Blütenstände. Der Saft tropft in Bambusabschnitte, die täglich entleert werden, wobei die Erntearbeiter durch den Morast waten müssen.

(Vgl. Meldungen vom 2007-02-13 und 2007-04-23.)

Source: Holz-Zentralblatt und Wikipedia, 2007-04-27.

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