18 August 2006

Niedersachsen: Trockenheit setzte Mais besonders zu

Der Mais als wichtige Futterpflanze und Rohstoff für die Biogaserzeugung hat unter der trockenen Hitze in diesem Sommer regional extrem gelitten. Auf leichten, grundwasserfernen Standorten hat die lange Trockenheit mit Temperaturen bis zu 36°C zu einem Wachstumsstillstand mit Einrollen der Blätter und Vertrocknen der unteren Blattetagen geführt.

Insgesamt wird die Ernte bei Mais deutlich niedriger als in den beiden Vorjahren ausfallen.

In besonders stark geschädigten Beständen haben die Maispflanzen keine Kolben ausgebildet. Hier werden die Landwirte nur 40 bis 60 Prozent des erwarteten Ertrages und der erwarteten Qualität ernten können. Diese Maisbestände müssen außerdem sofort geerntet werden, damit die Qualität nicht noch weiter sinkt.

Dagegen gibt es auf schwereren Böden mit guter Wasserhaltefähigkeit oder grundwassernahen Standorten durchaus auch normal entwickelte Maisbestände mit einer guten Ertragserwartung.

In jedem Fall empfehlen die Experten der Landwirtschaftskammer in diesem Jahr eine besonders sorgfältige Beurteilung der noch auf dem Feld stehenden Maispflanzen, um die richtige Entscheidung über den Erntezeitpunkt und über die Verwendung als Körnermais oder Silomais für die Tierfütterung oder für die Nutzung in der Biogasanlage zu treffen.

Die Silomaisernte wird bei nicht geschädigten Frühsaaten voraussichtlich Mitte September beginnen. Der Beginn der Körnermaisernte ist sehr von der Wetterentwicklung in den kommenden Wochen abhängig. Ziel ist hier, möglichst hohe Trockensubstanzgehalte im Korn zu erreichen, um die Trocknungskosten möglichst gering zu halten.

Vorher sollten aber die für die Körnernutzung vorgesehenen Maisbestände eingehend hinsichtlich der Kolbenfüllung begutachtet werden. Ist die Kolbenfüllung nur unzureichend, sollten diese Bestände als Silomais für Futterzwecke oder für Biogasanlagen geerntet und verwertet werden.

Wegen der zu erwartenden geringeren Ernte ist schon jetzt eine starke Nachfrage nach Mais für Biogasanlagen zu verzeichnen.

Kontakt:
Peter Wachter
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0511 3665-1305
Telefax: 0511 3665-1514
E-Mail

(Vgl. Meldungen vom 2006-08-15 und 2006-07-28.)

Source: Landwirtschaftskammer Niedersachsen vom 2006-08-17.

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