22 August 2005

Niederösterreich bei neuer Energiegewinnung auf der Überholspur

Biomasse-Boom gut für die Energiebilanz und die Umwelt

Die Stromgewinnung aus Biomasse erlebt zur Zeit österreichweit einen noch nie dagewesenen Boom. Grund hierfür sind die hohen Einspeisetarife, welche das derzeitige über den Regelzonenführer abgewickelte Fördersystem vorsieht. Bezahlt werden je nach Anlagentyp und -größe bis zu 16,5 Cent/kWh – und das für 13 Jahre.

Voraussetzung hierfür ist jedoch die rechtzeitige Inbetriebnahme der Anlage bis spätestens 31.12.2007. “Alleine im Bereich der Biomasse ergingen in den letzten 12 Monaten in Niederösterreich rund 90 Anerkennungs-Bescheide für neue Anlagen, wovon rund 20 mittlerweile bereits in Betrieb sind”, beschreibt SPNÖ-Energiesprecher LAbg. Mag. Wolfgang Motz die erfreuliche Entwicklung.

In Niederösterreich sind derzeit acht größere Biomasseverstromungsanlagen in Betrieb. Diese werden mit einer Ausnahme mit fester Biomasse, wie Waldhackgut, Rinde und Sägenebenprodukte, betrieben. Eine Anlage setzt Biodiesel als Treibstoff ein. Die in Betrieb befindlichen Anlagen produzieren ca. 100 Gigawattstunden jährlich, das entspricht einem Anteil von ca. 1,1 Prozent des erzeugten Stroms in Niederösterreich.

“Mit neuen, bereits geplanten Anlagen wird die aus Biomasse gewonnene Energiemenge in den nächsten Monaten noch zunehmen. Grund dafür sind vor allem die höheren Leistungskapazitäten sowie die höheren Auslastungen (bis zu 8.000 Volllaststunden) der neuen Kraftwerkstypen. Biomasse als Energieträger hat viele Vorteile. Sie schont durch die ausgeglichene Kohlendioxidbilanz das Klima, sie ist als erneuerbare Energiequelle ressourcenschonend und sie bietet eine zusätzliche Einnahmequelle für die heimische Landwirtschaft. Nicht nur Grünmaterial, sondern auch organische Abfälle oder Mist können zur Gewinnung von Strom aus Biogas verwendet werden. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die bei der Stromerzeugung als Nebenprodukt entstehende Wärme als Fernwärme zu nutzen”, so LAbg. Mag. Motz abschließend.

Source: OTS.at vom 2005-08-19.

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