14 Oktober 2001

Niederlande: Flachsfasern im Bootsbau

In den Niederlanden wurden die ersten Probefahrten in einem mit Hilfe von Flachsfasern gebauten schnellen Strandkatamaran unternommen. Der Prototyp “Flaxcat” besteht aus einem Verbundwerkstoff aus Kunststoff und Flachsfasern. Flaxcat ist das Resultat eines Demonstrationsprojektes der Firma NPSP. NPSP beschäftigt sich mit Leichtbaukonstruktionen. Beteiligt an dem Projekt Flaxcat ist u.a. die Technische Universität Delft mit ihrem “Center of Lightweight Structures (CLS)”.

Nach Ansicht der Firma NPSP ist Flaxcat in mehrerlei Hinsicht innovativ. Dies gilt nicht nur für das Basismaterial Flachs, sondern auch für den Verarbeitungsprozess selber und die Denkart hinsichtlich der Verwendung der Verbundwerkstoffe. Nach Angaben der “Welt am Sonntag” seien Flachsfasern zudem leichter und billiger als Glasfasern.

NSPS verwendete für den Katamaran Flachsfasern der Marke “Duralin Flax“. Diese Fasern werden unter hohem Druck mit Hilfe von Dampf aufgeschlossen. Man habe dabei auf die Duralin-Fasern zurückgegriffen, weil diese (soweit der Firma NPSP bekannt) die besten auf dem Markt verfügbaren seien. NPSP wollte hinsichtlich der Qualitäten der Inputmaterialien keinerlei Risiko eingehen, weil sich potenzielle Kunden bei einem Scheitern des Projektes sehr lange daran zurück erinnert hätten.

Der Aufmerksamkeitseffekt von Flaxcat ist nicht zu unterschätzen. Neben den erwähnten Medienberichten, zum Beispiel durch die Welt am Sonntag, ist der Katamaran am Mittwoch, den 14. November 2001, in der BBC 1 im Rahmen der Sendung “Tomorrows World” zu sehen.

Kontakt:
NPSP
Josephine Bakerstraat 71
1311 GC Almere
Tel: +31 (0) 365 468 574
Fax: +31 (0) 365 468 572
E-mail: npsp@npsp.nl
Internet: www.npsp.nl

Autor: Klaus-Martin Meyer (nova)
Endredaktion: Marion Kupfer (nova)
Quelle: Welt am Sonntag vom 14.10.2001, E-Mail von Niels Haarbosch (NPSP) http://www.npsp.nl/ vom 17. Oktober 2001, Übersetzungen aus dem Niederländischen von Anna-Elisabeth Meyer.

Source: Welt am Sonntag vom 14.10.2001, E-Mail von Niels Haarbosch (NPSP) http://www.npsp.nl/ vom 17. Oktober 2001, Übersetzungen aus dem Niederländischen von Anna-Elisabeth Meyer.

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