4 Februar 2004

Nicht auf dem Holzweg – Landwirte setzen auf Energieholzproduktion

Vorführung neuester Erntetechnik für Feldholz am ATB

Rodung einer Pappelanlage nach 10 Standjahren Pappel, Weide und Co. – das waren die Stars einer Informationsveranstaltung über Perspektiven der landwirtschaftlichen Energieholzproduktion, zu der das Institut für Agrartechnik Bornim e.V. (ATB) und die Brandenburgische Energie Technologie Initiative (ETI) am 29. Januar in die Industrie- und Handelskammer Potsdam geladen hatten. Mehr als 160 Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Landwirtschaft folgten der Einladung und übertrafen damit alle Erwartungen der Veranstalter.

Vorgestellt und diskutiert wurden zukunftsfähige Anbausysteme für Plantagenholz. Denn umweltfreundliches Heizen mit Holz ist wieder voll im Trend. Nicht nur im privaten Bereich, auch zur Beheizung von öffentlichen Gebäuden oder zur Nahwärmeversorgung werden immer mehr Holzheizkesselanlagen in Betrieb genommen.

”In Brandenburg könnten Plantagen mit schnellwachsenden Baumarten wie Pappel oder Weide nachhaltig und wirtschaftlich die benötigten Mengen Energieholz liefern, um der steigenden Nachfrage nach Biobrennstoffen auch in Zukunft gerecht zu werden”, so Dr. Volkhard Scholz vom ATB. ”Mit dem Austausch von Erfahrungen über den Energieholzanbau von Süddeutschland bis Schweden wollen wir die Landwirte ermutigen, in die Produktion einzusteigen.” Mit großem Interesse wurde deshalb trotz heftigen Schneegestöbers auch die Vorführung neuester Ernte- und Rodetechnik auf den Feldholz-versuchsflächen des ATB verfolgt.

Stephen Dahle von ETI: ”Wir werden den Dialog zwischen Landwirten, Anlagenbetreibern und der Forschung im Rahmen der Brandenburger Energie Technologie Initiative (ETI) ausbauen, um die Produktion von Plantagenholz in Brandenburg weiter zu fördern.”

(Vgl. Meldung vom 2004-02-02.)

Source: Uni-Protokolle des (idw) Institut für Agrartechnik Bornim e.V. vom 2004-01-31.

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