5 Oktober 2005

Neues Technikum für Straubinger Kompetenzzentrum

Bayern investiert weiter in die Zukunft der Nachwachsenden Rohstoffe: Am heutigen Mittwoch hat Landwirtschaftsminister Josef Miller das neue Technikumgebäude im Straubinger Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe offiziell seiner Bestimmung übergeben. Das 5,9-Millionen-Euro-Projekt wurde aus Privatisierungserlösen des Freistaats finanziert. Es dient der angewandten Forschung in den Bereichen Technologie biogener Festbrennstoffe sowie biogener Kraft-, Schmier- und Verfahrensstoffe.

Die Arbeiten umfassen die gesamte Verfahrenskette von der Nach-Ernte-Technik über die Bereitstellung von Brenn- und Treibstoffen sowie Produkten, die Normierung und Qualitätssicherung bis hin zu den Techniken der energetischen und stofflichen Nutzung. So werden u. a. Betriebs- und Emissionsverhalten von Feuerungsanlagen, aber auch von pflanzenöltauglichen Schleppern untersucht.

Das Technikum ist Bestandteil des zum Landwirtschaftsministerium gehörenden Technologie- und Förderzentrums (TFZ), das zusammen mit dem Wissenschaftszentrum der TU München und der Fachhochschule Weihenstephan sowie C.A.R.M.E.N. e.V., der Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe in Bayern, das Straubinger Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe bildet. Die bisher noch in Freising arbeitenden TFZ-Mitarbeiter sind nun vollständig in Straubing untergebracht. Insgesamt hat das TFZ dort 40 Arbeitsplätze geschaffen. In einem zweiten Bauabschnitt entstehen in den nächsten Jahren ein Betriebshof, Gewächshäuser, ein Außenlager und eine Fahrzeugunterstellhalle.

Nach den Worten des Ministers ist der Bereich Nachwachsende Rohstoffe ein wichtiger Schwerpunkt bayerischer Agrarpolitik: Rund 209 Millionen Euro wurden von 1990 bis 2004 dafür zur Verfügung gestellt, rund 171 Millionen Euro davon aus Landesmitteln. Inzwischen deckt Bayern vier Prozent seines Primärenergieverbrauchs aus Biomasse. Miller: “Pro Jahr ersetzen wir dadurch 2,3 Milliarden Liter Heizöl und ersparen der Umwelt damit sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid.”

(Vgl. Meldungen vom 2005-08-01 und 2005-08-22.)

Source: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten vom 2005-10-05.

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