15 Mai 2003

Neues Qualitätsmanagement für Holzheizwerke

Grenzüberschreitende Qualitätskriterien entwickelt

Klimaschutz und Ressourcenschonung kennen keine Grenzen. Einen wichtigen Beitrag zu einer umweltschonenden Energieversorgung leistet schon jetzt die Holzheizung. Moderne Holzheizungen erlauben eine emissionsarme Wärmebereitstellung bei hohen Wirkungsgraden. Um die Qualität dieser Anlagen weiter zu erhöhen, haben Experten aus der Schweiz, aus Baden-Württemberg, aus Bayern und aus Österreich gemeinsame Qualitätsstandards für größere Holzheizungsanlagen entwickelt und bieten diese ab Ende des Jahres 2003 unter der Bezeichnung QM Holzheizwerke an.

Mit ihrer grenzüberschreitenden Initiative wollen die Projektbeteiligten sicherstellen, dass Holzheizwerke nach einem hohen Standard realisiert werden und öffentliche Fördermittel besonders effektiv eingesetzt werden. Denn das Qualitätsmanagement (QM) soll künftig auch in die jeweiligen Förderinstrumente integriert werden. In der Schweiz hat man damit schon Erfahrungen sammeln können: Hier wurden wesentliche Teilbereiche des neuen QM-Systems im Rahmen des “Lothar”-Förderprogramms an 130 Holzenergieprojekten erfolgreich erprobt.

Im Zentrum des neuen Qualitätsmanagements für Holzheizwerke stehen Planung, Bau und Betrieb von Holzheizungen zur Versorgung größerer Wärmeabnehmer mit und ohne Wärmenetz. Das QM-System bietet hierzu zahlreiche Werkzeuge für Planer und Betreiber an, die ab Ende 2003 verfügbar sein werden. Für Heizwerke mit Leistungen unter 500 Kilowatt wird eine vereinfachte QM-Methode entwickelt.

Eine wichtige Rolle in dem QM-System spielt der Qualitätsbeauftragte. Er tritt als Mittler zwischen den einzelnen Projektbeteiligten auf. Der Qualitätsbeauftragte steht den im Holzenergiebereich häufig unerfahrenen Bauherren als neutraler Berater zur Seite und bringt die Erkenntnisse aus einer Vielzahl an Holzenergieprojekten im In- und Ausland über das QM-System ein.

Träger des Projekts sind das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum in Baden-Württemberg, die Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe C.A.R.M.E.N. in Bayern, das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft in Österreich und das Bundesamt für Energie in der Schweiz. Die Leitung des Projektes liegt bei Holzenergie Schweiz. Weitere Aufträge wurden erteilt an die Klimaschutz- und Energieagentur (KEA) von Baden-Württemberg; die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt von Baden-Württemberg wirkt beratend mit.

Weitere Informationen:
C.A.R.M.E.N. e.V.
Gilbert Krapf
Schulgasse 18
94315 Straubing
Tel.: 09421-960-300
E-Mail: [email protected]

Holzenergie Schweiz
Christoph Rutschmann
Tel.: 0041-(0)1-250 88 10
E-Mail: [email protected]

(Vgl. Meldung vom 2003-04-30.)

Source: Pressemitteilung des C.A.R.M.E.N. e.V. vom 2003-05-14.

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