28 November 2014

Neues Audi e-fuels Projekt:

e-diesel aus Luft, Wasser und Ökostrom

  • Audi erneut aktiv bei der Entwicklung von CO-neutralen Kraftstoffen
  • Pilotanlage für e-diesel-Produktion in Dresden eröffnet
  • Kooperation von Audi mit Climeworks und sunfire

Audi engagiert sich bei der Entwicklung von CO2 neutralen, synthetischen Kraftstoffen. Das neueste Projekt ist eine Pilotanlage in Dresden, die aus Wasser, CO und Ökostrom Dieselkraftstoff produziert. Gemeinsam mit den Projektpartnern von Climeworks und sunfire wurde die Anlage heute eröffnet.

Mit der Kooperation beweist Audi mit seinen Partnern, dass eine Industrialisierung der sogenannten e‑fuels möglich ist. Die Pilotanlage hat heute im Beisein von Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, und Dr. Hagen Seifert, Leiter Umweltbilanzen, Erneuerbare Energien und Neue Werkstoffe der AUDI AG, offiziell ihren Betrieb aufgenommen.

Als Rohstoffe benötigt die sunfire‑Anlage, die nach dem Power‑to‑Liquid-Prinzip arbeitet, Kohlendioxid, Wasser und Strom. Das Kohlendioxid wird durch Direct‑Air‑Capturing – einer Technologie des Schweizer Partners Climeworks – aus der Umgebungsluft gewonnen.

In einem separaten Prozess spaltet die mit Ökostrom betriebene Elektrolyse Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Anschließend reagiert der Wasserstoff mit dem Kohlendioxid in zwei chemischen Prozessen bei 220 Grad Celsius und 25 bar zu einer energiehaltigen Flüssigkeit, die aus Kohlenwasserstoffverbindungen besteht, dem so genannten Blue Crude. Dieser Prozess erreicht einen Wirkungsgrad von bis zu 70 Prozent.

Die Pilotanlage, die auf dem Gelände von sunfire in Dresden‑Reick steht, kann in der ersten Ausbaustufe pro Tag circa 160 Liter Blue Crude herstellen. Davon lassen sich wiederum bis zu 80 Prozent in synthetischen Diesel umwandeln. Dieser Kraftstoff – Audi e‑diesel – ist frei von Schwefel und Aromaten und weist zudem eine hohe Cetanzahl auf, ist also sehr zündwillig. Seine chemische Beschaffenheit ermöglicht eine Mischung mit fossilem Diesel in jedem Verhältnis. Er lässt sich somit als „Drop‑in‑Kraftstoff“ nutzen.

Mit diesem Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde und dem eine mehr als zweijährige Forschungs- und Vorbereitungsphase vorausging, verbindet Audi zwei innovative Technologien. Zum einen das CO‑Capturing aus Umgebungsluft und zum anderen das Power‑to‑Liquid‑Verfahren zur Herstellung von synthetischem Kraftstoff. Im Automobilbereich ist Audi exklusiver Partner.

Schon vor der Eröffnung hat die renommierte „Cleantech Group“ aus San Francisco die sunfire GmbH in die Liste der 100 innovativsten Ökotech-Unternehmen weltweit – die „Global Cleantech 100“ – aufgenommen.

Über die Kooperation mit Sunfire hinaus engagiert sich Audi bereits seit 2009 in der Entwicklung CO2‑neutraler Kraftstoffe. Die Audi e‑gas‑Anlage im niedersächsischen Werlte produziert schon heute auf vergleichbare Weise synthetisches Methan (Audi e‑gas), das Kunden des Audi A3 Sportback g‑tron* über eine spezielle Tankkarte beziehen können. Gemeinsam mit dem französischen Unternehmen Global Bioenergies erforscht Audi die synthetische Herstellung von Audi e‑benzin. Und mit dem US‑Unternehmen Joule läuft ein Projekt, das die Produktion der synthetischen Kraftstoffe Audi e-diesel und Audi e‑ethanol mithilfe von Mikroorganismen verfolgt. Für die Besitzer eines Audi A3 Sportback e‑tron* bietet Audi eine Ökostrom‑Lösung.

*Verbrauchsangaben der genannten Modelle:

Audi A3 Sportback g-tron:
Kraftstoffverbrauch (CNG) nach ECE-Norm in kg/100 km: 3,3 – 3,2**;
CO2-Emission (CNG-Betrieb) kombiniert in g/km: 92 – 88**

Audi A3 Sportback e-tron:
Kraftstoffverbrauch nach ECE-Norm in l/100 km: 1,7 – 1,5**;
Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 12,4 – 11,4**
CO2-Emission kombiniert in g/km: 39 – 35**

**Der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen eines Fahrzeugs variieren aufgrund der Räder- beziehungsweise Reifenwahl und hängen nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs durch das Fahrzeug ab, sondern werden auch vom Fahrverhalten und anderen nichttechnischen Faktoren beeinflusst.

Source: AUDI AG, Pressemitteilung, 2014-11-14.

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