29 März 2007

Neuer Dämmstoff aus Hanf und Mais

Der positive Beitrag von Mais zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen findet immer mehr Beachtung. Dies gilt nicht nur für die Verwendung im Energiesektor, sondern auch für die stoffliche Verwendung zur Herstellung umweltfreundlicher neuartiger Produkte, erklärte das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK). Ein weiteres neues Produkt haben nun Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal entwickelt: einen Dämmstoff aus Hanf und Mais.

Eine gute Wärmedämmung ist für Hausbesitzer die Voraussetzung, um Energie zu sparen und die Kohlendioxidemissionen zu verringern. Nach wie vor besteht der überwiegende Anteil aller Dämmstoffe jedoch nicht aus umweltfreundlichem Material. Lediglich fünf Prozent aller Dämmstoffe werden aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen.

Bislang übliche Dämmstoffe aus Hanf enthielten Stützfasern aus Polyester. Darius Primus und seine Forschungsgruppe in Pfinztal haben es in Zusammenarbeit mit vier Partnern geschafft, Polyester zu ersetzen. Aus Mais gewonnene Polymilchsäurefasern (PLA-Fasern) übernehmen nun diese Funktion. Der Anteil dieser Fasern macht insgesamt etwa 10 Prozent des Dämmstoffes aus.

Der neue Dämmstoff sei ein reines Naturprodukt, komplett biologisch abbaubar und habe gute bauphysikalische Eigenschaften. Er sei leicht, habe eine geringe Wärmeleitfähigkeit und erfülle dank eines Soda-Bades die Brandschutzanforderungen, erklärt Primus, der Projekt-Koordinator beim ICT. Mit dieser Entwicklung liegt das ICT voll im Trend.

Derzeit laufen in dem bis Sommer terminierten Projekt noch einige Versuche, um beispielsweise die biologische Abbaubarkeit im Hinblick auf industrielle Zwecke zu belegen. Die Zulassung wird in den kommenden Monaten erwartet.

(Vgl. Meldungen vom 2007-03-21 und 2006-06-06.)

Source: Deutsches Maiskomitee e.V., 2007-03-28.

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