21 März 2011

Neue Studie zum Anbau gentechnisch veränderter Organismen

Österreich mit kritischer Positionierung durchaus erfolgreich

Einen Überblick über die weltweit wachsende Bedeutung des Anbaus gentechnisch veränderter Organismen (GVO) und eine Analyse der spezifischen Situation in Österreich verschafft eine aktuelle Studie, die jetzt von der Bundesanstalt für Bergbauernfragen vorgelegt wurde.

Einleitend wird festgestellt, dass die Gesellschaft auch in Zukunft nicht auf einen verantwortungsbewussten technischen Fortschritt verzichten könne und die Gentechnik sowie die Biotechnologie künftige Schlüsselfelder seien. Die agrarpolitische Diskussion darüber sei aber sensibel, weil noch viele Fragen offen seien. Daher gelte es, sorgfältig die agrarischen Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen und zu überprüfen.

Autor Josef Hoppichler kommt in der 377 Seiten umfassenden Untersuchung zu dem Schluss, dass Österreich mit seiner kritischen Positionierung zur Gentechnik bislang durchaus erfolgreich war. Die Alpenrepublik habe sich als Produzent von besonders hochwertigen Nahrungsmitteln mittlerweile einen beachtlichen internationalen Ruf erworben. Allerdings sei vor allem bei tierischen Lebensmitteln in der EU die Aufrechterhaltung der Gentechnikfreiheit schwierig, für kleinere Länder aber im Rahmen von Qualitätsprogrammen durchaus möglich.

Die Gesamtfläche, die weltweit mit gentechnisch veränderten Pflanzen bepflanzt ist, beträgt laut Studie rund 134 Mio ha, und das mit steigender Tendenz. An der Spitze liegen die USA, auf die etwa die Hälfte dieser Fläche entfällt, gefolgt von Argentinien mit rund 17% und Brasilien mit 13%. In der EU wurden 2009 rund 94 000 ha GVO angebaut, und zwar ausschließlich mit zugelassenen Maissorten, wobei Spanien mit etwa 76.000 ha weit an der Spitze lag; dahinter folgte Frankreich mit rund 22.000 ha. Für Deutschland wird für das Jahr 2008 eine GVO-Fläche von ungefähr 3.170 ha angegeben.

Source: Top Agrar, 2011-03-21.

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