30 Januar 2012

Neue Modellierungs-Plattform für die industrielle Bioproduktion

Insilico stellt eigene Datensätze und Stoffwechsel-Rekonstruktionen zur Verfügung

Insilico Biotechnology arbeitet in einem länderübergreifenden EU-Projekt daran mit, eine einheitliche und einfach zu nutzende computerbasierte Plattform für die Modellierung von Stoffwechselvorgängen in biotechnologisch interessanten Organismen zu schaffen. Damit soll der Weg von einer Idee bis zu ihrer marktfähigen Umsetzung in der europäischen Biotechnologie deutlich verkürzt werden.

Ein Modell ist stets nur so gut, wie seine Datenbasis es zulässt. Entscheidend sind jedoch nicht allein die Qualität und Menge der Daten. Für zuverlässige Vorhersagen zu Produktionsprozessen in der industriellen Biotechnologie müssen enorme Datenmengen zum Stoffwechsel der Organismen so verwaltet und aufbereitet werden, dass sie einfach und schnell abgerufen werden können. Insilico Biotechnology arbeitet mit zwei weiteren Industriepartnern und mehreren akademischen Forschungsgruppen aus EU-Ländern daran, eine einheitliche und effizient zu nutzende computerbasierte Plattform für Stoffwechsel-Modellierungen aufzubauen. Auf ihr sollen unterschiedliche Methoden zur Datenanalyse und zur Modellierung zusammengeführt und harmonisiert werden. Dafür müssen neue mathematische Ansätze und Computeralgorithmen entwickelt werden.

Insilico hat bereits auf breiter Basis den Stoffwechsel diverser produktionsrelevanter Mikroorganismen und Zelllinien rekonstruiert und betreibt eigene Plattformen zur Modellierung und Vorhersage von Stoffwechselvorgängen. Die Erfahrung damit bringt das Unternehmen jetzt in das Verbundprojekt ein. Insilico stellt außerdem eigene Datensätze und Stoffwechsel-Rekonstruktionen zur Verfügung, die als Basis für Weiterentwicklungen dienen. Mit neuen Software-Lösungensollenzum Beispiel Signalwege und regulatorische Netzwerke so modelliert werden, dass sie in bereits existierende Modellierungen einfließen können.

Durch die EU-weite Kombination interdisziplinärer Expertisen zu Datenmanagement, computerbasierter Visualisierung, Statistik, mathematischer Modellierung und “Biotech-Engineering” wird Schritt für Schritt ein Rahmen geschaffen, der sowohl Forschungsgruppen als auch Unternehmen deutlich effizientere Stoffwechselvorhersagen ermöglicht. Davon profitiert auch die Insilico Biotechnology AG. “Wir werden die gemeinschaftlich erarbeiteten Ergebnisse dazu nutzen, unsere eigene Pipeline an Modellierungen und Simulationen für die Bioproduktion zu optimieren. Dadurch können wir unseren Kunden speziell aus der Gesundheits- und der Nahrungsmittelbranche maßgeschneiderte Lösungen für die Bioproduktion und letztlich Wettbewerbsvorteilebieten”, sagt Insilico-Vorstand Klaus Mauch.

Source: Bio-Pro, 2012-01-30.

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