23 September 2019

Neue Compounds erweitern Einsatzbereich biobasierter Thermoplaste

Aktuelle Ergänzungen sind zwei glasfaserverstärkte Typen der Produktreihen Bio-Flex® und Terralene®,  sowie drei Terraprene® TPE-Typen

Auf der K2019 (16. bis 23. Oktober in Düsseldorf) präsentiert FKuR auf Stand E48 in Halle 6 sein erweitertes Portfolio biobasierter Thermoplaste für eine weiter wachsende Anwendungsbreite einschließlich Verpackungen, Konsumgüter, Sportartikel und technische Teile. Aktuelle Ergänzungen sind zwei glasfaserverstärkte Typen der Produktreihen Bio-Flex® und Terralene®, beide mit hoher Steifigkeit, sowie drei Terraprene® TPE-Typen, von denen sich einer durch seinen hohen Bioanteil auszeichnet, während die beiden anderen ölfrei sind.

  • Bio-Flex GF30 ist ein mit 30 Gew.-% Glasfasern verstärktes, PLA-basiertes Compound, das eine relativ hohe Steifigkeit von rund 8.400 MPa mit einer ebenfalls hohen Zugfestigkeit von 70MPa (ISO 527) verbindet. Dem hohen Glasfaseranteil entsprechend, liegt die Kerbschlagzähigkeit bei guten 6,4 kJ/m². Zugleich ist die Verschleißfestigkeit besser als bei den unverstärkten Typen. Der biobasierte Kohlenstoffanteil (BCC) liegt über 70% (kalkuliert). Anwendungsmöglichkeiten finden sich überall dort, wo hohe mechanische Festigkeit, nicht aber Beständigkeit gegen hohe Temperaturen sowie Flammschutz gefordert sind, wie beispielsweise bei Gehäusen, Laufrollen, Zahnrädern, Sportgeräten, Orthesen, Rohren und Rohrsystemen.
  • Terralene GF30 ist ein Green PE-Compoundmit 30 Gew.-% Glasfaseranteil und einem berechneten BCC über 94 %.Die Steifigkeit ist mit ca. 4.800 MPa deutlich höher als bei den mineralisch gefüllten Typen bei einer zugleich den ungefüllten Typen überlegenen Verschleißfestigkeit. Als biobasierte Alternative zu PE-GF-Typen, die auf fossilen Rohstoffen basieren, bietetes eine ähnlich große Anwendungsbreite, die von technischen Teilen über Rohre und Rohrsysteme, Dübel und Klammern für die Bauindustrie sowie Orthesen bis zu Designprodukten reicht.
  • Neu im Bereich der biobasierten Terraprene TPE-Compounds sind die Typen der Reihen SI701 bzw.SI801, deren Bioanteil (rechnerisch ermittelt) von 55 % bis 75 % reicht. In den Shore-Härten A40 bis A80 erhältlich, entsprechen ihre Eigenschaften weitgehend denen herkömmlicher TPE-S-Typen. Zu den typischen Anwendungen gehört der Zweikomponenten-Spritzguss, insbesondere zusammen mit Polyolefinen, auf denen sich eine gute Haftung ergibt.
  • Terraprene CI 250 84A und Terrapene CI 450 93A sind zwei ölfreie TPE mit Shore-A-Härtenvon 84 bzw. 93. Dank ihrer Soft-Touch-Haptik sowie ihrer hohenKnickstabilität und Verformungsresistenz können sie TPE-O und PVC in vielen Spritzgussanwendungen substituieren.

Dazu Carmen Michels, Mitglied der Geschäftsführung von FKuR: „Zur K2019 präsentieren wir uns als Anbieter eines der weltweit breitesten Portfolios an biologisch abbaubaren und biobasierten Kunststoffen, für alle Verarbeitungsverfahren vom Spritzguss über die Profil-und Folienextrusion, das Blas-und das Thermoformen bis zum 3D-Druck. Die jetzt vorgestelltenErweiterungenunseres Angebots um glasfaserverstärkte Biokunststoffe sowie ölfreie und biobasierte TPE-Typenerschließen diesen nachhaltigen Werkstoffen zusätzliche Marktsegmente, insbesondere im breiten Bereich der technischen Anwendungen.“

Besucher des Messestands von FKuR erwartet neben einer Fülle von Informationen über Biopolymere und ihre Anwendungen ein mit frisch gebrühtem Kaffee gefüllter 350-ml-Mehrwegbecher, für dessen Herstellung dom Polymer-Technik (www.dom-pt.com) Kunststoffe aus dem Portfolio von FKuR einsetzt. Der Becher selbst und sein Deckel sind aus dem biobasierten Polyethylen-Compound Terralene® HD 4527, die Verschlussklappe ist aus dem ebenfalls biobasierten Green HDPE SHA 7260 aus der Familie der I’m green™ PE-Typen von Braskem. Für die Manschette kommt Terraprene® SI 601 aus der Familie der teilweise biobasierten TPE-Compounds von FKuR zum Einsatz. Dieses praktische Give-away zeigt eindrucksvoll, wie sich Einweg-durch Mehrwegprodukte ersetzen lassen und wie deren Vorteile darüber hinaus durch die Wahl nachhaltiger Werkstoffe noch weiter wachsenkönnen.

Source: FKuR, Pressemitteilung, 2019-09.

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