27 Juni 2007

naro.tech: Werkstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen

Internationale Experten kommen zum Symposium nach Erfurt

Wissenschaftler suchen weltweit nach alternativen Energiequellen. Das größte ökonomische wie ökologische Potenzial steckt aus Expertensicht in Nachwachsenden Rohstoffen. Auf diesem Gebiet sind inzwischen zahlreiche Forschungsprojekte so ausgereift, dass sie auf dem 6. Internationalen Symposium vom 6.-7. September 2007 diskutiert werden. 58 Referenten aus 13 Ländern und mehr als 300 Kongressteilnehmer aus Forschung und Wirtschaft reisen dafür nach Erfurt.

Faserverbundwerkstoffe und Biopolymere, Holzwerkstoffe und Klebstoffe – die Liste der Themen ist lang und facettenreich. Dr. Arnold Schneller von der BASF AG wird Potenzial und Entwicklung der Biopolymere aus Sicht der chemischen Industrie näher beleuchten. Welche Rolle Biopolymere in elektronischen Produkten spielen, darüber berichten Wissenschaftler einer Forschungsgruppe, an der u. a. das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration beteiligt ist. Handys und Computer enthalten heute bereits viele Biopolymere. Diese sind CO2-neutral und transportieren den aktuellen Nachhaltigkeitsgedanken der herstellenden Unternehmen sehr gut. Inwieweit diese Bio-Rohstoffe auch großtechnisch nutzbar sind, wird die Zukunft zeigen.

Auf dem Weg von der Vision zur Machbarkeit befinden sich auch die neuen Polysaccharide auf Nanopartikel-Basis. Deutschland ist nach den USA und Japan führend bei der Entwicklung und Anwendung der Nanotechnologie. Laut einer VDI-Studie sorgt die kleinteilige Technologie hierzulande bereits für rund 60.000 Arbeitsplätze. Nanoteilchen kommen beispielsweise als klitzekleine Titanoxidpartikel in Sonnenschutzcremes zum Einsatz, die neben Sonnenbrand auch Hautkrebs verhindern sollen. Auch für die Chipindustrie und bei der Herstellung von Flachbildschirmen sowie kratzfest beschichteten Autoscheiben gewinnen sie an Wert. Thomas Heinze vom Kompetenzzentrum Polysaccharidforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena wird innerhalb des Symposiums Konzept und Design von Nanopartikeln auf Basis von Polysacchariden näher erläutern.

Vortragsprogramm und Posterthemen des Internationalen Symposiums, das im Rahmen der naro.tech – Messe und Kongresse für Nachwachsende Rohstoffe stattfindet, lesen sich wie das Who´s Who der Branche. Seit 1999 widmet sich die naro.tech im Zwei-Jahres-Rhythmus den neuesten Forschungs- und Entwicklungsergebnissen auf diesen Zukunftsgebieten. Partner sind das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V., die Forschungsvereinigung Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen e.V. und das nova-institut aus Hürth. Letzteres veranstaltet in diesem Jahr erstmals zur naro.tech den Internationalen Kongress zu Pflanzenöl-Kraftstoffen inklusive Ausstellung. Pflanzenölproduktion und Koppelprodukte, mobile und stationäre Anwendungen, Motoren und Emissionen, rechtliche und politische Rahmenbedingungen sowie regionale Wertschöpfung stehen dabei im Fokus.

Weitere Informationen und Anmeldung:
www.narotech.de
www.pflanzenoel-kongress.de

(Vgl. Meldung vom 2007-03-21.)

Source: Messe Erfurt AG, 2007-06-26.

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