6 September 2005

naro.tech + HAUS+TECHNIK: Informationen zu alternativen Kraftstoffen, Werkstoffen und ökologischem Bauen

Doppelmesse setzt neue Signale

Erstmals liefen die beiden Messen “HAUS+TECHNIK” und die “naro.tech – Messe für Nachwachsende Rohstoffe” parallel. Von Donnerstag bis Sonntag konnten sich Neu- und Umbauwillige sowie Interessenten für zukunftsträchtige Energieformen umfassend auf zwei fachspezifischen Messen informieren.

BildTrotz der immer noch anhaltenden schwierigen Situation in der Baubranche setzt die HAUS+TECHNIK als etablierte Baufachmesse in Verbindung mit der naro.tech neue Signale und reagiert mit Angeboten zur Nutzung neuer Energieformen auf das ausgeprägte Informationsbedürfnis vieler Besucher.

Klammer zwischen beiden Messen war neben zahlreichen innovativen und schönen Angeboten zum Wohnen und Modernisieren ökologisches Bauen. Kreative Wohnerlebnisse, ausgefallene Holzfußböden aus rotkerniger Buche oder ein neuer Stückholz-Kohle-Kessel sorgten ebenso für reges Interesse wie Fachvorträge zur Sicherheit von Fenstern und Türen.

BeratungAngesichts der aktuell hohen Mineralölpreise rückt kostengünstiges und energiebewusstes Handeln ins Interesse vieler Besucher. Sie informierten sich über sinnvolle alternative Energieformen (z.B. kostengünstige Heizungstechnik, Solarsysteme). “Der Einbau von Holzpellets-Heizungen in Einfamilienhäusern führt zu deutlichen Kosteneinsparungen gegenüber Anlagen auf Ölbasis”, empfahl Dr. Armin Vetter von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft. “Kostenbewusstes Bauen ist für potenzielle Bauherren wichtiger denn je”, meint Helge Bucki, ein Erfurter Aussteller von Passivhäusern.

Parallel zu den explodierenden Spritpreisen steigt die Nachfrage nach alternativen Treibstoffen. Dazu bot auch die naro.tech 2005 ein komprimiertes und überschaubares Forum. Ein gelber Mercedes Benz, der mit Pflanzenöl betrieben wird, erregte besonderes Besucherinteresse. Nach Angaben des Ausstellers können 50% der Benzinkosten gespart werden.

Lothar Wiedl vom Bundesverband für Pflanzenöle, der auf der Messe mit einem Stand vertreten war, freut sich über das zunehmende Interesse. “Wir informieren über das Fahren mit reinem Rapsöl als Dieselsubstitut”, sagte er. Ein Spediteur kann mit einem Lkw im Jahr bis zu 9.000 Euro sparen. Etwa 20.000 Autos fahren bundesweit schon mit Rapsöl.

“Auch bei Bio-Diesel steigt die Nachfrage”, berichtete Tobias Röser am Messestand der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (ufop). Die Thüringer Bio-Dieselanlagen in Rudolstadt, Harth-Pöllnitz (Landkreis Greiz) und Henningsleben (Unstrut-Hainich-Kreis) könnten den Bedarf gegenwärtig nicht decken, sagte er. Seine Empfehlung: An der Zapfsäule auf den Aufkleber “DIN EN 14214″ achten. “Damit ist Qualität garantiert.”

NRReges Interesse für die Fachwelt bot das 5. internationale Symposium “Werkstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen” zur naro.tech. Mehr als 270 Kongressteilnehmer aus 17 Ländern nahmen daran teil. Darüber hinaus verständigten sich Experten verschiedenster Branchen in Fachtagungen zu neuesten Entwicklungen und Trends bspw. zum Einsatz von Biogas und Pflanzenöl. Architekten und Ingenieure diskutierten im Rahmen einer Fachtagung mit dem Titel “Der Abschied vom Paradies” die Entwicklung im ländlichen Raum.

Beide Messen zählten auf einer Gesamtfläche von rund 3.000 qm 214 Aussteller und 6.000 Besucher.

Source: Ostthüringer Zeitung vom 2005-09-02 und Pressemitteilung der Messe Erfurth vom 2005-09-05.

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