29 August 2003

Nachwachsende Rohstoffe in Kommunen

Leitfaden soll praktische Hilfestellung geben

Mit einem speziellen Informationsangebot will die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) Städten und Gemeinden den Einsatz nachwachsender Rohstoffe deutlich leichter machen. Sie unterstützt das Witzenhausen-Institut und die Ingenieurgemeinschaft Witzenhausen bei der Erarbeitung eines Leitfadens, der vorhandene Informationen zielgruppengerecht aufbereitet. Im Internet und in Buchform soll er Kommunen motivieren, beispielsweise auf Bioschmierstoffe oder Bioenergie zurückzugreifen.

Mit der Auftaktkonferenz am 26. August in Witzenhausen sind die Weichen gestellt. Vertreter aus Kommunen, Verbänden und der Wirtschaft diskutierten die verschiedenen Aspekte des praktischen Einsatzes von Bioschmierstoffen, Werkstoffen oder Bioenergie. Nicht alles, was technisch möglich ist, findet in der Praxis heute bereits Anwendung. Als Hemmnisse wurden sowohl höhere Kosten identifiziert, als auch das oft fehlende Wissen der Kommunen um Möglichkeiten des Einsatzes nachwachsender Rohstoffe. Mit den Regelungen des öffentlichen Auftragswesens und nationalen und internationalen Vorgaben haben es die Gemeinden zudem nicht leicht, neue Produkte und Technologien für sich zu nutzen.

Im Rahmen des Projekts sollen die vorhandenen Erfahrungen gesammelt aber auch praxisorientierte Hilfestellungen erarbeitet werden. Ende 2004 werden die Ergebnisse dann in Form eines Leitfadens aber auch eines Internetportals allen interessierten Kommunen zugänglich gemacht.

Der Staatssekretär im Bundesverbraucherschutzministerium Matthias Berninger begrüßt das Projekt ausdrücklich: “Kommunen haben eine wichtige Vorbildfunktion. Zeigen sie, dass der Einsatz nachwachsender Rohstoffe machbar ist, werden ihnen auch Wirtschaft und Verbraucher folgen.”

Alle Probleme kann jedoch auch der Leitfaden nicht lösen. Denn ein Haupthemmnis für den Einsatz nachwachsender Rohstoffe sind nach wie vor die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) leistet im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft hier wichtige Informations- und Beratungsarbeit. Aber sie kann nur Wege aufzeigen; an der Politik liegt es, sie zu beschreiten.

Detaillierte Auskünfte zum Projekt erteilen die Ansprechpartner der beteiligten Ingenieurbüros Michael Kern [email protected] und Thomas Turk [email protected]

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
V.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Schütte
Hofplatz 1
18276 Gülzow
Tel.: 03843-69 30-0
Fax: 03843-69 30-102
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.fnr.de

(Vgl. Meldung vom 2003-06-02.)

Source: Pressemitteilung Nr. 294 der FNR vom 2003-08-20.

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