20 März 2015

Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf

FNR veröffentlicht InfoBlatt 1/2015

InfoBlatt_01_2015_titelDas Bundeskabinett hat jetzt die Eckpunkte zur Reform des Vergaberechts verabschiedet. Grundlage dafür ist die Modernisierung des EU-Vergaberechts, mit der u.a. die Teilnahme kleiner und mittelständischer Unternehmen an öffentlichen Vergabeverfahren erleichtert und der Umbau der öffentlichen Beschaffungspraxis zum strategischen Einkauf vorangetrieben werden soll.

Zu den strategischen Zielen gehören vor allem die Berücksichtigung sozialer, ökologischer und innovativer Aspekte, die, so das Eckpunktepapier, im Einklang mit dem Wirtschaftlichkeitsprinzip gestärkt werden sollen.

Um diese politisch motivierten Ziele zu erreichen, wird in den künftigen Vergaberichtlinien die Vorlage von Zertifikaten oder Gütezeichen als Beleg betont. Auftraggeber sollen bei der Leistungsbeschreibung und der Festlegung von Zuschlagskriterien – anders als bisher – unter bestimmten Voraussetzungen pauschal auf Gütezeichen (Labels) verweisen können.

Das kommt vielen Unternehmen in der Branche der biobasierten Produkte entgegen, die ihrer Verantwortung bis hinein in die Produktions- und Lieferkette nachkommen.

In der öffentlichen Einkaufspraxis erfährt der – 1978 von der Bundesregierung zur Förderung umweltfreundlicher Produkte auf den Weg gebrachte – Blaue Engel als Umweltzeichen breite Akzeptanz. Allerdings, so belegt die Studie „TOP 100 – Umweltzeichen für klimarelevante Produkte“ des Öko-Instituts, werden von der Kennzeichnung wichtige klima- oder ressourcenrelevante Produkte nicht abgedeckt. So finden sich unter den 12.000 Produkten, die inzwischen mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, bisher wenige Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen.

Wir möchten Ihr Augenmerk daher auf die anerkannten Gütezeichen lenken, die die Politikziele „Klima- und Ressourcenschonung“ stärker berücksichtigen. Unter http://beschaffung.fnr.de/umweltzeichen/ finden Sie Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen für relevante öffentliche Handlungsfelder.

Veränderung wird stets durch gelungene Umsetzung beflügelt. Das gilt auch für die strategische Auftragsvergabe, die klimarelevante Aspekte berücksichtigen will. So zeigen die Ergebnisse aus dem Bundeswettbewerb „Holzbau Plus“ beispielhaft und vorbildlich, dass öffentliche Bauvergabe unter Einbeziehung von biobasierten Baumaterialien bestens funktioniert.

Wir stellen Ihnen in dieser Ausgabe Auszüge aus der aktuellen Wettbewerbsbroschüre vor, die Sie über http://mediathek.fnr.de/ beziehen können.

Daneben finden Sie hier weitere Informationen, die Ihnen hoffentlich für Ihre Arbeit nützlich sind.

Im aktuellen InfoBlatt 1/2015 von „NR im Einkauf“ finden Sie Hinweise zur nachhaltigen Beschaffung:

  • Bundesländer und Kommunen sind zur aktiven Teilnahme an der „Allianz für nachhaltige Beschaffung“ der Bundesregierung aufgefordert
  • Wir stellen anerkannte Umweltzeichen vor, weil deren Rolle im neuen EU-Vergaberecht als Beleg für Nachhaltigkeit gestärkt wird.
  • Beispiele aus dem Bundeswettbewerb „Holzbau Plus“ zeigen, dass öffentliche Bauvergabe unter Einbeziehung von klimarelevanten Aspekten und biobasierten Baumaterialien bestens funktioniert.

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Pressemitteilung, 2015-03-16.

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