26 April 2007

Nachhaltige Erzeugung ist Voraussetzung für den weiteren Ausbau der Bioenergie

Die energetische Nutzung von Biomasse, sei es als Kraftstoff, zur Wärmeerzeugung oder zur Stromproduktion, birgt ein großes Potenzial für den Klimaschutz und eine sichere Energieversorgung. Darauf haben Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel heute in Berlin hingewiesen.

“Die Vorteile der Bioenergie wie etwa der Beitrag zum Klimaschutz dürfen nicht mit dem Preis von Umweltschäden bei der Erzeugung erkauft werden. Davon wird letzten Endes auch die Akzeptanz der Öffentlichkeit gegenüber der Bioenergie abhängen”, betonte Seehofer. Gabriel unterstrich: “Es ist völlig unakzeptabel, dass der tropische Regenwald großflächig gerodet wird, um billiges Palmöl zu erzeugen, das dann bei uns genutzt wird. So können wir unsere Klimabilanz zwar um ein paar Punkte verbessern, der Schaden für das Klima insgesamt ist aber immens. Deshalb muss dieser Raubbau schnellstens gestoppt werden.”

Beide Minister haben heute gemeinsam die “Global Bioenergy Partnership” (GBEP) im Kabinett vorgestellt. Die Partnerschaft wurde als Teil des G8-Aktionsplans von Gleneagles zu Klima und Energie ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative, der neben den G8-Staaten auch Vertreter Brasiliens, Chinas und großer internationaler Organisationen angehören, ist es, die notwendigen Anstrengungen zur Förderung der Bioenergie auf eine internationale Basis zu stellen.

Einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt der Initiative stellt der Bereich Nachhaltigkeit dar. Ziel muss es laut Seehofer und Gabriel dabei sein, internationale Standards für die umweltgerechte Erzeugung der Biomasse und darauf aufbauend Zertifizierungssysteme einzuführen.

Beide Minister wiesen zudem darauf hin, dass die Bundesregierung plane, die Förderung der Biokraftstoffe national von der Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien abhängig zu machen. “Umweltministerium und Landwirtschaftsministerium arbeiten intensiv an dem Entwurf einer entsprechenden Verordnung”, so Gabriel und Seehofer.

(Vgl. Meldungen vom 2007-04-23 und 2007-01-23.)

Source: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Pressemitteilung Nr. 060, 2007-04-25.

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