5 September 2001

Nach der Gartenparty keine Müllberge aus Plastik

Wie Besteck und Geschirr kompostiert werden kann, wird auf der naro.tech in Erfurt vorgestellt

Erfurt – Gartenparty oder Kindergeburtstag: Vorher: Schon bunt sieht das Büffet mit dem Plastebesteck und den Plastetellern aus. Nachher: Wohin mit dem Abfallberg? – Kein Problem mehr, einfach Geschirr und Besteck samt Speiseresten in den Gartenkomposter oder in die Biotonne. Derartiges Geschirr stellt die Donndorfer Firma Compo pure auf der “naro.tech” am 5. Und 6. September auf der Messe Erfurt vor.

Hergestellt werden diese Produkte aus einem biologisch abbaubarem Werkstoff, der temperaturbestandig sowie wasser- und fettresistent ist. Die Effekte dieser Lösung liegen auf der Hand: keine Kosten für die Müllentsorgung. Mit der Kompostierung schließt sich der natürlichen Stoffkreislauf. Unter Kompostierbedingungen beginnt der biologische Abbau, wenn Feuchtigkeit und Erde als Träger von Bakterien und Pilzkulturen hinzukommen. Übrig bleiben Kohlendioxid, Wasser und satte Mikroben.

Die Firma Compopure stellt aus dem neuen Werkstoff von der Gabel bis zum Kaffeerührer alles her, was der Mensch zum Essen braucht. Gemeinsam mit Kooperationspartnern wurden die neuen Lösungen geschaffen. Das bezieht sich sowohl auf Produkte für das Catering als auch auf für die Verpackung. Zellglas-Flachbeutel, Zellglas-Bodenbeutel, Zellglas-Kleinrollen und Verpackungschips gehören bereits zum Angebot, ebenso Artikel für den Gärtnerei- und Floristikbedarf.

Die Entsorgung aller Produkte erfolgt problemlos über Biogasanlage, Kompostieranlage, Biotonne oder Komposter. Für die Produktion werden ausschließlich umweltfreundliche Rohstoffe verwendet, die biologisch abbaubar sind. Der Abbau ist CO2-neutral und hat somit keinen Einfluß auf den Treibhauseffekt.

Biologisch abbaubare Produkte aus Nachwachsenden Rohstoffen zu entwickeln, war die Geschäftsidee der 1996 gegründeten Compopure Stärke AG aus Donndorf. Die “Väter” der Idee waren Fachleute aus der Landwirtschaft, der Wissenschaft und der produzierenden Wirtschaft. 1997 entstand das Konzept und 1998 war der Rohstoff gefunden, der sich am besten verarbeiten und vermarkten läßt: Bioplastik, ein Rohstoff aus biologisch abbaubaren synthetischen Polymeren und Nachwachsenden Rohstoffen und Mineralien als Zusatzstoffe. Wichtig ist, dass dieser Rohstoff mit herkömmlichen Spritzgußmaschinen verarbeitet werden. Neben den schon vorgestellten Produkten werden jetzt auch Formteile aus dem Rohstoff Stärke hergestellt, der aus Kartoffeln, Mais, Erbsen und Getreide gewonnen wird.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.narotech.de abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung Messe Erfurt AG vom 5. September 2001.

Source: Pressemitteilung Messe Erfurt AG vom 5. September 2001.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email