15 Februar 2008

NABU und DVL: “Bioenergie? – Aber natürlich!”

Nachwachsende Rohstoffe aus Sicht des Umwelt- und Naturschutzes

Verfechter und Gegner der Bioenergienutzung stehen sich in der Diskussion bisweilen unversöhnlich und verständnislos gegenüber. Einen anderen Weg geht eine Broschüre, die der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) aufgelegt hat. Nicht das Ob, sondern das Wie der Biomassenutzung stellen die Verbände in den Mittelpunkt ihrer 50-seitigen Positionsbestimmung.

66ffea4c4a.jpgDie wesentlichen Auswirkungen des Anbaus Nachwachsender Rohstoffe auf Umwelt und Natur werden angesprochen. Dabei kommen sowohl positive als auch negative Effekte zur Sprache. Die Autoren beschreiben, was aus ihrer Sicht für einen natur- und umweltfreundlichen Anbau getan werden sollte. Dabei liegt der Schwerpunkt der Broschüre auf dem Anbau von Substraten für Biogasanlagen.

Zwei Praxisbeispiele portraitieren Biogasanlagen, die vor allem Gülle als Substrat einsetzen – dezentral und klimaschonend. Sollte sich die von verschiedenen Seiten geforderte Erhöhung des Güllebonus in der aktuellen Diskussion um die Reform des EEG durchsetzen, könnten solche Anlagen künftig häufiger gebaut werden. Insgesamt bietet die Broschüre einen guten Überblick über umweltrelevante Aspekte des heimischen Biomasseanbaus ohne generalisierende Polemik.

Der Leitfaden “Bioenergie? – Aber natürlich!”, der vom Umweltbundesamt (UBA) gefördert wurde, zeigt Wege auf, wie das positive Image der Bioenergie bewahrt und der Lebensraum für Fauna und Flora in der Kulturlandschaft erhalten werden kann. Sie können den 50-seitigen Leitfaden hier (PDF-Dokument, 5,3 MB) kostenlos herunterladen oder beim DVL für 2 Euro bestellen.

Ebenfalls gefördert vom UBA wurde ein achtseitiges Faltblatt “Biogas aus Sicht des Umwelt- und Naturschutzes” erstellt, das hier (PDF-Dokument) heruntergeladen werden kann.

Bezug:
Deutscher Verband für Landschaftspflege
Christof Thoss
Tel.: 0981-46 53 35-40
E-Mail: info@lpv.de

(Vgl. Meldungen vom 2007-01-27 und 2006-12-18.)

Source: Deutscher Verband für Landschaftspflege, 2007-11-27.

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