31 Mai 2001

Müritz-Region soll für Hanfanbau attraktiver werden

Fazit des letzten Scheunengesprächs zu Bollewick vom 30. Mai war nach Jan Hinrich Böttcher, dem Leiter des neuen Koordinierungsbüros (vgl. auch Meldung vom 22.05.01), die Einsicht, dass die Verarbeitungstechnologie für nachwachsende Rohstoffe in der Müritz-Region (Mecklenburg-Vorpommern) zwar vorhanden sei, das Vertrauen der Landwirte jedoch noch mit klaren Prognosen untermauert werden müsse. Bevor die Bauern den Anbau von Hanf, Leindotter oder Kartoffeln zur Weiterverarbeitung wagen, müssen Vertriebswege und zahlende Abnehmer für die Endprodukte in Aussicht stehen. Nicht ganz einfach bei der noch vordergründig vorhandenen Preiskonkurrenz konventioneller Produkte.

Für Böttcher ein wichtiges Argument, die Promotion und Information in nächster Zeit auf die Verbraucher zu konzentrieren. Landmaschinenproduzent Hans-Helmut Kranemann aus Blücherhof, der Hanffaser-Aufschlussmaschinen herstellt und somit über entsprechendes Know-How verfügt, hob die Priorität des Hanfanbaus für die Müritzregion hervor. Eine Versuchsanlage für die Hanfproduktion könne sowohl Landwirte für den Anbau als auch Abnehmer gewinnen. Auch Berthold Meyer, der Geschäftsführer der Röbeler Arbeits- und Ausbildungsinitiative unterstützt diese Idee – so sei man bereits dabei, interessierte Bauern für das Projekt zu gewinnen.

Autorin: Marion Kupfer (nova)
Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: Nordkurier-Online.de vom 31.05.2001.

Source: Nordkurier-Online.de vom 31.05.2001.

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