15 September 2005

Müller: Wald ist die Energiequelle der Zukunft

“Neben den zahlreichen Möglichkeiten der stofflichen Holznutzung bietet vor allem die Energiegewinnung aus Holz strukturschwachen und waldreichen Regionen Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten”, sagte Alexander Müller, Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, heute anlässlich der 62. Jahrestagung des Deutschen Forstvereins in Weimar. Angesichts der hohen Ölpreise sei Deutschland gut beraten, Alternativen zu den fossilen Energieträgern zu suchen, und Holz weise hier ein große Vielfalt von Einsatzmöglichkeiten auf.

Die Bundesregierung habe eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um praxistaugliche Nutzungsmöglichkeiten von Holz als Energieträger zu unterstützen. So werden etwa durch das “Marktanreizprogramm zur Förderung Erneuerbarer Energien (MAP)” im Bioenergiebereich Scheitholz-, Hackschnitzel- und Pelletfeuerungsanlagen sowie Nahwärmenetze mit Investitionszuschüssen und zinsgünstigen Darlehen gefördert. “Durch Holzpelletfeuerungsanlagen ist nicht nur eine sinkende Abhängigkeit von fossilen Energien zu erreichen, sondern auch ein Aufschwung für die Waldbesitzer zu erwarten, da so endlich neue Absatzmöglichkeiten für überschüssige Schwachholzpotenziale aus ökologisch erforderlichen Waldpflegemaßnahmen geschaffen werden”, so Staatssekretär Müller.

Voraussetzung für den langfristigen Erfolg der deutschen Forstwirtschaft sei aber eine nachhaltige Waldbewirtschaftung: “Die Zeit der auch ökonomisch fragwürdigen Stangenholzäcker ist vorbei, wir brauchen eine intelligente und nachhaltige Waldpolitik – national und global”.

Source: BMVEL-Pressemitteilung Nr. 262 vom 2005-09-15.

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