19 August 2003

Müller begrüßt wichtige Innovation für die Nutzung von Biodiesel

Sensor sorgt für optimale Verbrennung des Biokraftstoffs

Die zunehmende Verwendung von Biodiesel als Kraftstoff leistet einen wichtigen Beitrag zu einer umwelt- und klimaschutzverträglichen Mobilität in unserem Land. Bislang wird Biodiesel als Ersatzkraftstoff in Dieselmotoren eingesetzt. Der Biokraftstoff bringt dabei zwar hervorragende Leistungen, verbrennt wegen seiner Eigenschaften jedoch anders als herkömmlicher Diesel.

“Mit der Entwicklung eines Sensors, der Biodiesel von herkömmlichem Diesel im Tank unterscheidet und die Motorsteuerung von Dieselmotoren dem jeweiligen Kraftstoff anpasst, wird die Europäische Kraftstoffqualitätsnorm auch zukünftig eingehalten. Damit ist ein Durchbruch für die Zukunft von Biodiesel als Kraftstoff erzielt worden”, so Alexander Müller, Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium diese Woche (11. August) in Berlin.

Das Ministerium hat das Projekt zur schadstoffarmen Verbrennung von Biodiesel, an dem unter anderem die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) und die Volkswagen AG beteiligt sind, mit einem Förderbetrag von rund 160.000 Euro unterstützt.

“Es kommt nun darauf an”, so Müller, “dass Fahrzeugkäufer die Möglichkeiten des Biodieseleinsatzes berücksichtigen und bei den Anbietern nach Biodiesel-geeigneten Fahrzeugen fragen, damit sich diese innovative Technologie vermehrt am Markt durchsetzt”.

Über den Anbau von Raps für die Biodieselerzeugung profitiere auch die Landwirtschaft. Vor allem durch die Rohstofferzeugung für den Biodiesel sei die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe innerhalb von fünf Jahren in Deutschland von rund 500.000 Hektar auf rund 840 000 Hektar angestiegen. Diese Entwicklung weise auf das große Potenzial nachwachsender Rohstoffe für den Umwelt- und Klimaschutz, aber auch als wichtige Alternative zur Nahrungsmittelerzeugung für die Landwirte hin.

(Anm. d. Redaktion: Laut schriftlicher Bekanntgabe des Bauernverbandes vom 2003-08-21 wurde dieses Projektvorhaben finanziell ebenso unterstützt von der UFOP und der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel (AGQM) e.V.. Als weitere Projektpartner benennt der Bauernverband das Institut für Maschinenmesstechnik und Kolbenmaschinen, Universität Magdeburg, die Fachhochschule Coburg sowie die Universität Göttingen, Abteilung Arbeits- und Sozialmedizin. (Vgl. Meldung vom 2003-07-16.)

Source: BMVEL-Informationen Nr. 33 vom 2003-08-15.

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