12 September 2006

Modetrends: Warum bitte nicht aus Federn?

Hühnerfedern liefern Fasern für Textilien

Wie amerikanische Forscher anlässlich der Jahrestagung der American Chemical Society in San Francisco berichten, lassen sich aus Hühnerfedern Fasern zur Textilfertigung herstellen.

Hieraus gearbeitete Kleidungsstücke ähneln Wolle oder Leinentextilien und könnten durchaus synthetische Garne ersetzen.

Die aus Keratin bestehenden Hühnerfedern sind durch ihren wabenartigen Aufbau mit kleinen Lufteinschlüssen besonders leicht, elastisch und wärmedämmend.

Das Team um Yiqi Yang von der Universität von Nebraska in Lincoln konnte bereits Reisstroh zu textilen Fasern verarbeiten und hofft nun, die idealen Eigenschaften der Federn auf die neuen Textilfasern übertragen zu können.

Da Federn und Reisstroh in großen Mengen zu bekommen sind, könnten sie eine preiswerte und nachhaltige Alternative für synthetische, erdölbasierte Textilfasern werden.

Nach Angaben der Wissenschaftler ließen sich die neuen Fasern auch auf herkömmlichen Maschinen in der Textilindustrie verarbeiten und bieten somit die Möglichkeit zu breiten Anwendungsfeldern wie z.B. Teppichböden, Autopolster oder auch Baustoffe.

Bis eine Marktreife für solche Produkte erreicht sei, könne es nach Yang allerdings noch einige Jahre dauern.

Zum Originaltext

(Vgl. Meldung vom 2005-09-22.)

Source: Wissenschaft.de vom 2006-09-12.

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