26 Februar 2009

Mit Extrusion von Biowerkstoffen in der Erfolgspur

Greiner Extrusion nimmt bislang größte Extrusionsanlage in Betrieb

Greiner Extrusion hat kürzlich in Kooperation mit einigen Partnern ihre bisher größte WPC-Extrusionsgesamtanlage in Betrieb genommen. Vor nahezu 10 Jahren hat das Unternehmen mit der Entwicklung von verschiedenen Prozesstechnologien im Bereich der Faserverbundstoffe begonnen. Erfolge wurden sowohl im Gesamtprozess als auch im Bereich der Werkzeuge erzielt. Durch das umfassende Know-how konnte sich der WPC-Bereich in die Produktpalette von Greiner Extrusion fest etablieren.

7372.1.jpgCo-Extrudierte Profile
Im Bereich der Co-Extrusion hat sich Greiner Extrusion, basierend auf langjähriger Erfahrung aus dem Stammgeschäft der Fensterprofilwerkzeuge, mit der co-Extrusion WPC auf WPC fest etabliert. Der Vorteil von co-extrudierten Profilen liegt darin, dass ein WPC natur nur in der Co-Ex Schicht eingefärbt wird und somit bis zu 20 Prozent Materialkosten eingespart werden können. Im Deckingbereich wurden bereits WPC-Hochleistungs-Extrusionswerkzeuge im Doppelstrang gebaut, die über 2,5 Meter Profil pro Strang und pro Minute schaffen.

Weitreichendes Anwendungsspektrum
WPC (Holz-Kunststoff-Verbund-Werkstoffe) haben seit Anfang der 1990er Jahre vor allem in den USA eine rasante Entwicklung genommen. In Europa hinkt die Entwicklung noch etwas hinterher. Die Tendenz ist jedoch weltweit stark steigend. In manchen Ländern wie Deutschland oder China werden jährliche Wachstumsraten von über 30 Prozent verzeichnet. Die Vorteile des Biowerkstoffs gegenüber reinem Holz sind die dreidimensionale Formbarkeit, längere Lebensdauer, bessere Witterungsbeständigkeit und größere Feuchteresistenz. Gegenüber Vollkunststoffen bieten WPC eine höhere Steifigkeit und einen deutlich geringeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten.

Faserverbundstoffe bestehen aus Kunststoff und Additiven mit einer bis zu 80 prozentigen Beimischung von Holzfasern. Sie sind überwiegend recyclebar. Für den Außenbereich etablieren sich einerseits WPC-Mischungen aus Polyolefinen mit 60 Prozent Holzanteil, aber auch WPC-Mischungen mit PVC und einem Holzanteil von 50 Prozent. Werden Polyolefine den Holzfasern als Kunststoff beigemischt, können sie nicht nur recycelt, sondern auch thermisch verwertet werden.

Source: plasticker, 2009-02-24.

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