8 März 2001

Miscanthus für die Automobilindustrie

Ingenieure der Universität Warwick (England) haben biologisch abbaubare Werkstoffe (BAW) auf Basis von Miscanthus entwickelt. Zusammen mit den Ingenieuren arbeiten 20 Miscanthus-Bauern, die sich in einer multinational tätigen Gesellschaft zusammengeschlossen haben, an neuen Verwertungsmöglichkeiten für den nachwachsenden Rohstoff.

Eines ihrer Projekte ist die Herstellung biologisch abbaubarer Bauteile für die Automobilindustrie. Die Automobilhersteller stehen unter wachsendem Druck, umweltverträgliche Materialien einzusetzen, da ausgediente Fahrzeuge nach immer strengeren Vorgaben entsorgt werden müssen (vgl. Meldung vom 18.01.2001). Daher könnten sich aus pflanzlichen Faserstoffen hergestellte, kompostierbare Werkstoffe als ideale Bauteile erweisen.

Ohne größeren Bedarf an Dünger oder Pflanzenschutzmitteln werden in Südengland pro Hektar 15 Tonnen Biomasse produziert. Bisher dient das Miscanthus-Material unter anderem als Streu für die Tierhaltung, Dachbedeckung und Brennmaterial zur Energieerzeugung (vgl. Meldung vom 20.02.2001).

Autor und Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: Bild der Wissenschaft online Newsticker vom 08.03.2001.

Source: Bild der Wissenschaft online Newsticker vom 08.03.2001.

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