10 August 2005

Ministerium fördert Forschungsprojekt des Kompetenznetzes Holz an der Universität Göttingen

Leistungsstarke Baumarten: BMBF stellt 1,6 Millionen Euro für vier Jahre zur Verfügung

Das Niedersächsische Kompetenznetz für nachhaltige Holznutzung (NHN) an der Universität Göttingen erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Fördermittel in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro für das Forschungsprojekt “Forst-Holz-Wertschöpfungskette Buche/Küstentanne”. Darin sollen neue leistungsstarke Baumarten aus dem Ausland in die einheimische Forst- und Holzwirtschaft integriert und neue Einsatzpotentiale für das einheimische Buchenholz geschaffen werden.

Im Rahmen der Ausschreibung “Nachhaltige Waldwirtschaft” fördert das BMBF das Göttinger Vorhaben für einen Zeitraum von vier Jahren. “Wir haben uns gegen 300 Mitbewerber durchgesetzt. Das Kompetenznetz Holz hat durch seine Infrastruktur und sein Netzwerk- und Projektmanagement wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen”, so Prof. Dr. Andrea Polle, Sprecherin des NHN.

Im Mittelpunkt des Projektes steht die nordamerikanische Küstentanne, die derzeit in Deutschland auf einer Fläche von mehreren Tausend Hektar zu finden ist. “Sie könnte wegen ihrer guten ökologischen Integrationsfähigkeit, ihres enormen Wuchspotentials und ihres breiten Einsatzspektrums ein starker Partner für die einheimischen Baumarten werden”, so Prof. Polle.

Das Team aus Wissenschaftlern und Experten der Holzbranche wird untersuchen, ob eine Steigerung des Anteils an Küstentannen in deutschen Wäldern vertretbar ist und welche Chancen das Holz der Forst- und Holzwirtschaft bietet. Als einheimische Baumart steht außerdem die Buche im Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Innovative Verwendungen in der etablierten Bau- und Möbelbranche sowie neue Anwendungsbereiche des Buchenholzes werden untersucht.

Das Kompetenznetz Holz wurde im September 2002 an der Georg-August-Universität eingerichtet. Es bündelt die in Niedersachsen vorhandene Expertise in den Bereichen Holzproduktion, -technologie und -verarbeitung sowie molekulare Biotechnologie. Die Göttinger Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, die HAWK Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen, das Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik der Technischen Universität zu Braunschweig, die Niedersächsische Forstliche Versuchsanstalt sowie das Fraunhofer-Institut für Holzforschung (Braunschweig) sind Mitglieder des Verbundes, an dem außerdem Partner aus Industrie und mittelständischen Unternehmen der Holzbranche aus der Region beteiligt sind.

Kontaktadresse:
Burkhard Rüther
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie,
Kompetenznetz Holz
Büsgenweg 2
37077 Göttingen,
Tel.: 0551-39-14616
Fax: 0551-39-2705
e-mail: b.ruether@kompetenznetz-holz.de
Internet: www.kompetenznetz-holz.de

(Vgl. Veranstaltungshinweis vom 2005-10-06.)

Source: Presseinformation der Universität Göttingen vom 2005-08-05.

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