2 März 2006

Mineralölwirtschaft gegen Beimischung

Biokraftstoffe nicht wirtschaftlich - Synthetischer Biosprit Erfolg versprechender

Eine entschiedene Abfuhr erteilt der Verband der Mineralölkonzerne den Ambitionen der Landwirtschaft, sich mit Biodiesel und Bioethanol in den Kraftstoffmarkt einzumischen.

Mit dieser Äußerung bezieht der MWV auch Position in der nationalen und europäischen Diskussion, mit welchen politischen Maßnahmen der Anteil von Biokraftoffen erhöht werden könnte. Hauptkritikpunkt ist die nach Ansicht des MWV fehlende Wirtschaftlichkeit der grünen Kraftstoffalternativen gegenüber dem Mineralöl.

“Einzig und allein wegen des Steuerverzichts lassen sich Biokraftstoffe verkaufen”, kritisierte Klaus Picard im Gespräch mit der Agrarzeitung Ernährungsdienst. Unsinniger sei es noch, den staatlichen Lenkungsversuchen “eins drauf zu setzen” und den Kraftstoffanbietern einen Beimischungszwang aufzuerlegen.

Die zweite Generation von Biokraftstoffen beurteilt der MWV viel positiver. Es handelt sich um ein Verfahren, in dem aus Biomasse in einem ersten Schritt Biogas entsteht. Es wird in einem zweiten Schritt verflüssigt und in maßgeschneiderte, synthetische Kraftstoffe umgewandelt.

(Vgl. Meldung vom 2005-10-27.)

Source: Agrimanager vom 2006-03-01.

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