21 April 2006

Miller in Oberösterreich: “Bioenergie weiter vorantreiben”

Der Einsatz von Biomasse als Energieträger soll in Bayern weiter forciert werden. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller bei einem Informationsbesuch in Oberösterreich sagte, wird insbesondere die Nutzung von Biogas zur kombinierten Erzeugung von Strom und Wärme, aber auch als Kraftstoff weiter an Bedeutung gewinnen.

Angesichts der derzeitigen Entwicklung auf dem Energiemarkt hält der Minister mittelfristig eine Verdoppelung des derzeitigen Bestandes von rund 1.000 landwirtschaftlichen Biogasanlagen in Bayern für möglich. Die Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz ist für Miller eine interessante und zukunftsweisende Perspektive.

“Ist Biogas als Biomethan erst einmal im Erdgasnetz, stehen ihm natürlich alle Anwendungspfade offen,” sagte der Minister bei der Besichtigung der ersten Pilotanlage Österreichs in Pucking, die Biogas ins Netz einspeist. Im künftigen Energiemix hat Biogas nach Überzeugung Millers hervorragende Perspektiven: Im Vergleich zu Biodiesel ermögliche Biogas immerhin den gut dreifachen Energieertrag pro Hektar.

Angesichts der ähnlich strukturierten bäuerlichen Landwirtschaft in beiden Ländern wollen Bayern und Oberösterreich nicht nur auf dem Bereich der Nachwachsenden Rohstoffe zusammenarbeiten, sondern auch gemeinsam für verlässliche EU-Rahmenbedingungen der Bauern kämpfen. Dies bekräftigten Miller und sein oberösterreichischer Kollege, Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger.

Die großen Herausforderungen, vor denen der ländliche Raum stehe, bieten nach Überzeugung der beiden Agrarpolitiker der Landwirtschaft auch große Chancen. Allerdings müsse dazu dringend die Bürokratie europaweit abgebaut werden. “Wir dürfen nicht nachlassen, bis wir für unsere Landwirtschaft wieder mehr Praxisnähe und weniger Bürokratie durchgesetzt haben”, so Miller. Von einer wettbewerbsfähigen Land- und Forstwirtschaft profitiere schließlich die gesamte Gesellschaft und der ländliche Raum.

(Vgl. Meldungen vom 2006-03-29 und 2005-06-28.)

Source: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten vom 2006-04-21.

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