7 Januar 2004

Miller: Gute Perspektiven für Nachwachsende Rohstoffe

Die Nachwachsenden Rohstoffe werden künftig noch mehr als bisher an Bedeutung gewinnen. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller in München mitteilte, trägt die “hartnäckige und konsequente Arbeit Bayerns” inzwischen auch über die Grenzen des Freistaats hinaus Früchte. So wird durch die Richtlinie zur Harmonisierung der Energiebesteuerung ab 1. Januar europaweit die Möglichkeit der Steuerbefreiung für biogene Kraftstoffe in Kraftstoffmischungen geschaffen. Miller: “Vor zehn Jahren haben wir durch unsere Initiative zur Steuerbefreiung von biogenen Kraftstoffen in Deutschland den Weg für Europa vorgezeichnet.”

Eine “gewaltige Schubkraft” erwartet sich der Minister auch von der Biokraftstoff-Richtlinie der EU, die als Mengenziel bis 2005 zwei Prozent und bis 2010 5,75 Prozent biogene oder andere erneuerbare Kraftstoffe vorsieht. Dazu der Minister: “Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Rohstoffbereitstellung nicht nur für Pflanzenöle, sondern auch für Rohstoffe zur Alkoholherstellung.” So errichte z.B. die Firma Südzucker AG eine Bioethanolanlage, die im Frühjahr 2005 in Betrieb gehen und jährlich rund 700.000 Tonnen Getreide zu 260.000 Kubikmetern Bioethanol verarbeiten soll.

In Bayern werden schon jetzt 3,7 Prozent des Primärenergieverbrauchs aus Biomasse erzeugt. Deutschlandweit liegt der Biomasseanteil nur bei 1,9 Prozent. Auch bei der Erzeugung von Biogas hält der Freistaat mit rund 600 Anlagen bei insgesamt 2.000 in Deutschland den Spitzenplatz. Miller: “Unsere innovativen Investitionen haben sich gelohnt.” Von 1990 bis Ende 2003 hat Bayern rund 191 Millionen Euro, davon allein 157 Millionen Euro Landesmittel, für die Förderung Nachwachsender Rohstoffe eingesetzt, insbesondere für die Erzeugung von Energie aus Biomasse.

(Vgl. Meldung vom 2003-07-24.)

Source: Bayerisches Ministerium für Landwirtschaft und Forsten vom 2004-01-02.

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