29 Januar 2007

Miller: Biomasse – ein Plus beim Klimaschutz

Biogasanlage der E.ON Bayern AG eingeweiht

Für den Klimaschutz leistet Bioenergie aus der Land- und Forstwirtschaft heute schon einen wichtigen Beitrag: Wie Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller bei der Einweihung der Biogasanlage der E.ON Bayern AG in Arzberg (Landkreis Wunsiedel) sagte, strebt Bayern bis zum Jahr 2010 eine Reduktion der Kohlendioxidemissionen um zwölf Millionen Tonnen auf rund 80 Millionen Tonnen an.

Miller: “In den letzten sechs Jahren ist es durch die zunehmende energetische Verwertung von Biomasse gelungen, den Kohlendioxidausstoß um 1,8 Millionen Tonnen jährlich zu verringern.” Damit gehen in Bayern schon 15 Prozent der Minderungen beim Kohlendioxid auf das Konto der regenerativen Bioenergie. Miller gibt sich damit nicht zufrieden: Er möchte bei der Kohlendioxidvermeidung durch Bioenergie schon bald einen Wert von 20 Prozent erreichen. Damit erlangen Land- und Forstwirtschaft für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen einen noch höheren Stellenwert.

In Bayern gibt es derzeit 1.350 Biogasanlagen, die überwiegend zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Die Gewinnung von Strom aus Biogas ist aber laut Miller nur die erste Stufe dieser Technologie: Der nächste Sprung – die Aufbereitung auf Erdgasqualität und die Einspeisung in Erdgasnetze – befindet sich bereits in der Umsetzung. “Damit erhöht sich der Gesamtwirkungsgrad des Biogases erheblich und es stehen ihm dann alle Anwendungen des Erdgases bis hin zum Kfz-Antrieb offen”, so Miller.

Heute deckt Bioenergie aus der Land- und Forstwirtschaft in Bayern bei der Primärenergie einen Anteil von 4,4 Prozent des gesamten Bedarfs ab, in Deutschland sind es derzeit 3,3 Prozent. Das mittelfristige Ziel Bayerns von fünf Prozent ist damit in greifbare Nähe gerückt.

Die neue Biogasanlage in Arzberg hat eine elektrische Leistung von 720 Kilowatt und leitet ihren “Bio-Strom” in das regionale Netz ein. Die Abwärme nutzen eine ortsansässige Firma für einen Trocknungsprozess und der Landkreis Wunsiedel zur Versorgung eigener Gebäude. Betreiber ist die Bioenergie Sechsämterland GmbH mit ihrem Geschäftsführer Werner Reihl, der gleichzeitig auch oberfränkischer Bauernverbandspräsident ist.

(Vgl. Meldungen vom 2007-01-10 und 2006-10-31.)

Source: Raiffeisen.com, 2007-29-01.

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