30 Januar 2007

Mexiko: Bioethanolproduktion macht Nahrungsmittel für arme Bevölkerung unerschwinglich

Nahrungsmittel – insbesondere das Grundnahrungsmittel Mais – sind in Mexiko deutlich teurer geworden. Da in den USA immer mehr Bio-Ethanol als Treibstoff produziert wird, hungern nun viele Mexikaner.

Mit dem Beitritt von Mexiko zum Freihandelsabkommen NAFTA konnten viele Bauern nicht mehr mit dem hoch subventionierten Mais aus den USA konkurrieren. Deshalb geriet das Land immer mehr in die Nahrungsmittelabhängigkeit vom reichen Nachbarn.

Da dort die Nachfrage nach dem Korn zur Produktion von Bioalkohol für Autos steigt, können viele Mexikaner das Grundnahrungsmittel nun kaum noch bezahlen. Nach nur kurzer Amtszeit sieht sich der neue (extern) Präsident Felipe Calderón erneut massiven Protesten ausgesetzt. Genutzt wird die “Tortilla-Krise” zur Propaganda für Gen-Mais.

Zum Originaltext.

(Vgl. Meldungen vom 2007-01-09 und 2007-01-23.)

Source: Heise online, 2007-01-29.

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