7 September 2009

Messeduo “biomasse” und “Holz Erleben” in Straubing, 2.-4.10.09

Alternative Kraftstoffe für Schlepper und PKW

Nachwachsende Rohstoffe, Solarenergie, weitere regenerative Energien und die Nutzung von Holz sind vom 2. bis zum 4. Oktober 2009 in Straubing auf der “biomasse 2009″ heiß diskutierte und bestaunte Themen. Unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, werden erstmals in der Messehalle und auf dem Freigelände Am Hagen die “biomasse 2009″ und die “Holz Erleben 09″ gemeinsam veranstaltet. Hierfür kooperieren die Straubinger biomasse gmbh und das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald aus Regen.

Für 2009 wurde das Messespektrum rund um erneuerbare Energien weiter ausgebaut, so dass auch die Themen Photovoltaik, Solarenergie, Geothermie, Wind- und Wasserkraft vertreten sind.

fendt.jpgStarparade der Pflanzenöl-Traktoren
Mit John Deere und Fendt konnte Messemanager Walter Wallrapp bereits zwei Schlepper namhafter Hersteller gewinnen, die werksseitig für den Betrieb mit reinem Rapsöl freigegeben sind.

Das Technologie- und Förderzenttrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing (TFZ) betreut den auf dem staatlichen Versuchsgut Kringell (Lkr. Passau) eingesetzten, 155 PS starken und mit einem Eintank-System ausgestatteten John Deere-Schlepper, um Daten über Leistung, Kraftstoffverbrauch und Emissionen zu gewinnen. Der Schlepper ist noch nicht im Handel erhältlich, jedoch gibt es aus der Serie 6930 Premium gut 15 werksseitig pflanzenöltaugliche Schlepper, die zu Testzwecken im Einsatz sind.

Außerdem wird ein Fendt 820 Vario greentec vorgestellt. Die 205 PS starke Maschine ist mit einem Motor der Deutz AG und einem Ventil-gesteuerten Zweitank-System ausgestattet. Temperatur- und leistungsabhängig wird zwischen fossilem Kraftstoff und Pflanzenöl ausgewählt. Von diesem Modell sind bereits gut 120 Schlepper auf dem Markt, einige davon sind auch auf niederbayerischen Betrieben schon zahlreiche Betriebsstunden im Einsatz.

Angefragt wurde außerdem der Deutz-Fahr Agrotron M Natural Power, der ebenfalls mit dem Motor der Deutz AG ausgestattet. Der Agrotron NaturalPower basiert auf der Agrotron M Baureihe (132-184 PS) und verfügt über das patentierte Deutz Fuel Management, bestehend aus einer in die Motorsteuerung integrierten Kraftstoffregelung und einem Zwei-Tank-System, das einen zuverlässigen Pflanzenölbetrieb ermöglicht.
Die Schlepper konnten schon auf der Agritechnica in Hannover und auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest in München bestaunt werden und werden auf der “biomasse 2009″ nun erstmals gemeinsam in Niederbayern präsentiert.

Dass der Einsatz von Biokraftstoffen nicht nur auf landwirtschaftlichen Betrieben sondern auch für den Endverbraucher interessant sein kann, zeigen die Messeaussteller anhand von Bio-Ethanol-tauglichen Fahrzeugen. Für Fachleute wird die Thematik in einem Kongress vertiefen, zu dem Experten aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeladen sind.

Aktuelles über Bio-Ethanol als Kraftstoff
Am 2. Oktober stellt ein Fachkongress unter dem Titel: “Bio-Ethanol (E85) – Trends und Entwicklungen” den aktuellen Branchenstand vor. Herstellung und Qualitätssicherung, Trends zur Anwendung sowie Marktentwicklung und Markteinführungsstrategien werden thematisiert. Neben der Charakterisierung von Rohstoffen und Qualitätsanforderungen, werden auch die PKW-Umrüstung und der Einsatz in Kleinmotoren betrachtet. Abschließend werden die Europäischen Rahmenbedingungen für Bio-Ethanol sowie die Marktsituationen in Österreich, der Schweiz und Deutschland und die Internetplattform ethanol-tanken.com vorgestellt.

Der kostenpflichtige C.A.R.M.E.N.-Kongress richtet sich an Produzenten, Hersteller, Händler, Autohäuser, Umrüster, Anwender und Verbände, die im Bereich Bio-Ethanol aktiv sind, oder dies werden wollen. Als Kooperationspartner konnten von C.A.R.M.E.N. gewonnen werden: das Niederösterreichische Beratungsunternehmen Agrar plus, der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e.V. (BDBe), die schweizerische Interessensgemeinschaft zur Förderung und Etablierung von BioEthanol E85 (IG BioE), die Arbeitsgemeinschaft der Wirtschaftskammern Oberösterreich (WKO Arge Biokraft) und der BBPro-Förderverein Biokraftstoffe Brandenburg e.V.

Weitere Informationen
Vortragsprogramm und Informationen rund um die biomasse 2009

Source: C.A.R.M.E.N., Pressemitteilung, 2009-09-04.

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