3 April 2003

Merseburg: Neue Pilot- und Forschungsanlage zur Erzeugung eines hochkalorischen Brenngases aus Biomasse

Durch die Firma GNS (Halle) wurde ein neues katalytisches Verfahren zur Vergasung von Biomasse (Holz, Stroh und andere biogene Materialien) entwickelt, mit dem sich ein hochkalorisches und teerfreies Brenngas erzeugen lässt.

Erreicht wird dies durch prozessintegrierte Katalyse und thermodynamische Optimierung der chemischen Reaktionen in der Thermolyse und Reaktolyse. Damit kann auch bei einem einfachen Festbettvergaser eine Steigerung der Gasleistung und Stromerzeugung auf teilweise mehr als das Doppelte üblicher Werte erzielt werden.

Nach einer ersten Überprüfung der im Labor erzielten Entwicklungsergebnisse an zwei Pilot- bzw. Demonstrationsanlagen zur Holzvergasung wurde ein neues Vorhaben gestartet. Unter Koordination der Fördergemeinschaft Ökologische Stoffverwertung e.V. (FÖST) und mit Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit und der Stiftung Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt soll mit Errichtung und Betrieb einer Pilot- und Forschungsanlage das von GNS inzwischen patentierte Verfahren zur Biomassevergasung vollständig umgesetzt und in einem umfangreichen Versuchsprogramm wissenschaftlich begleitet werden.

Mit Unterstützung des FBZ – Forschungs- und Beratungszentrum für Maschinen- und Energiesysteme und der Fachhochschule Merseburg wurde auf dem Gelände des Campus Merseburg ein geeigneter Standort für die Anlage gefunden. Nach Planung und Errichtung durch GNS wird die Anlage am 8. April 2003 Ihren Betrieb aufnehmen.

Eine erste Vorstellung der Ergebnisse erfolgt auf der NAROSSA 2003 (9. Internationaler Fachkongress für nachwachsende Rohstoffe und Pflanzenbiotechnologie) am 16.Juni 2003 in Magdeburg. Im Rahmen der Arbeitsgruppe “Vergasung von Biomasse” der Fördergesellschaft Erneuerbare Energien e.V. wird das Arbeitstreffen am 16. September 2003 an der Forschungs- und Pilotanlage in Merseburg stattfinden.

(Vgl. Meldung vom 2002-09-03.)

Source: Fördergemeinschaft Ökologische Stoffverwertung e.V. vom 2003-04-03.

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