19 August 2016

Merck erweitert sein Excipients-Portfolio um Polymere für Depot-Injektionsmittel

Unternehmensgruppe erhält Exklusivrechte auf den globalen Vertrieb der Expansorb®-Produktlinie biokompatibler und biologisch abbaubarer Polymere

  • Erlaubt präzisere Kontrolle der Freisetzungskinetik
  • Ermöglicht Entwicklung von parenteralen Darreichungsformen mit längeren Verabreichungsintervallen, die Patientenkomfort und -compliance erhöhen

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat mit der PCAS S.A. (Longjumeau, Frankreich) eine Vereinbarung zur Erweiterung seines Hilfsstoff-Portfolios abgeschlossen. Im Rahmen der Vertragsbedingungen erhält Merck Exklusivrechte auf den globalen Vertrieb der Expansorb®-Produktlinie biokompatibler und biologisch abbaubarer Polymere.

Das Portfolio umfasst 38 Polymere für die verzögerte Freisetzung von injizierbaren kleinen Molekülen und ausgewählten Peptid-Wirkstoffen. Dieses Angebot ermöglicht den Kunden, die Freisetzungskinetik ihrer Fertigarzneimittel zu optimieren und präzise zu steuern. Durch die bessere Kontrolle und längere Freisetzung der Wirkstoffe sind bei gleichbleibender therapeutischer Wirksamkeit weniger Injektionen erforderlich, was Patientenkomfort und –compliance erhöht.

„Die Pharmaindustrie ist zunehmend an der gesteuerten Freisetzung von kleinen Molekülen und ausgewählten Peptid-Wirkstoffen interessiert, die als Injektion verabreicht werden“, sagte Andrew Bulpin, Leiter Process Solutions im Unternehmensbereich Life Science von Merck. „Durch die Erweiterung unseres breit aufgestellten Excipients-Portfolios um Expansorb®-Polymere können Arzneimittelentwickler Moleküle mit einer kurzen In-vivo-Halbwertszeit schützen und bei gleichzeitiger Verbesserung von Patientenkomfort und -compliance den gewünschten therapeutischen Effekt erzielen.“

Polylactid- (PLA) und Polylactid-co-Glycolid- (PLGA) Polymere sind biokompatible und biologisch abbaubare synthetische Stoffe, die für mehrere bereits vertriebene und zahlreiche in der klinischen Entwicklung befindliche Arzneimittel bereits von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) und der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassen sind.

PCAS stellt Expansorb® PLA- und PLGA-Polymere unter cGMP-Bedingungen her. Sie sollen nach Abschluss der Qualifizierung im Rahmen des branchenführenden Emprove®-Programms von Merck vertrieben werden. Die produzierende Pharmaindustrie verlässt sich auf Emprove®-Produkte, die mit Dokumentation und aufsichtsbehördlichen Informationen die Arbeitsabläufe zur Risikobeurteilung und Lieferantenqualifizierung erleichtern.

„Wir bei PCAS freuen uns, Merck unsere Expansorb®-Polymere zur Verfügung zu stellen und gemeinsam Pharmakunden die Möglichkeit zu bieten, entscheidenden Mehrwert zu generieren“, sagte Didier Combis, Leiter Custom Synthesis & Pharma Chemicals bei PCAS. „Dies ist eine wichtige Partnerschaft. Über das globale Netzwerk von Merck können wir den Zugang zu dieser leistungsstarken Technologie ausweiten und die Entwicklung besserer therapeutischer Lösungen für Patienten unterstützen.“

Nanosphären- und Mikrosphären-Formulierungen auf Basis von PLGA-Polymeren wurden für die Freisetzung von Peptiden, therapeutischen Proteinen, Hormonen und Antibiotika umfassend geprüft. Als eine zukünftige Anwendung wird die Entwicklung wirkstoffhaltiger Nanopartikel erwartet, die über spezifische Liganden zielgerichtet in den Zielzellsystemen angereichert werden.

 

Über PCAS (Euronext Paris: PCA)

PCAS ist auf die Entwicklung und Produktion komplexer Moleküle für den Bereich Life Science und innovative Technologien spezialisiert. Mit einem F&E-Anteil von 7% seines Umsatzes und einer breiten internationalen Präsenz ist PCAS der bevorzugte Industriepartner großer, marktführender, globaler Konzerne. PCAS bietet ein wachsendes Portfolio proprietärer Produkte und Lösungen in Spitzentechnologiesegmenten. Das Unternehmen hat zwei Tochtergesellschaften mit großem Potenzial: Protéus in der Biotechnologie und Enersens im Bereich Hochleistungsdämmstoffe. Mit seinen besonders hohen Leistungsstandards konnte PCAS 2015 einen Nettoumsatz von 179,1 Mio Euro erzielen. PCAS beschäftigt über 900 Mitarbeiter in sechs Ländern.

Source: Merck, Pressemitteilung, 2016-07-12.

Supplier

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email