15 August 2017

Mehr Arzneipflanzen in Deutschland anbauen – die Nachfrage ist da

Vorträge der 3. Tagung „Arzneipflanzenanbau in Deutschland – mit koordinierter Forschung zum Erfolg“ jetzt als e-Book erschienen

csm_PM_2017-41_Cover_GFG_56_b598b3c7d7Am 20. und 21. Juni veranstaltete die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) die 3. Tagung „Arzneipflanzenanbau in Deutschland – mit koordinierter Forschung zum Erfolg“ in Schweinfurt. Interessierte können die Vorträge jetzt in Band 56 der Reihe Gülzower Fachgespräche nachlesen. Der nur als e-Book verfügbare Band steht auf fnr.de in der Mediathek zum Download bereit.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) betreut die FNR Forschungsprojekte zum heimischen Anbau von Kamille & Co. und informiert die Fach- und allgemeine Öffentlichkeit.

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Den größten Anbauumfang haben in Deutschland momentan Kamille, Lein, Mariendistel, Pfefferminze, Sanddorn, Fenchel, Johanniskraut und Wolliger Fingerhut. Foto: FNR/W. Stelter

In Deutschland werden auf 12.000 Hektar Arznei- und Färbepflanzen angebaut. Damit können allerdings nur 15 Prozent des Bedarfs der pharmazeutischen, kosmetischen und Nahrungsergänzungsmittelindustrie gedeckt werden. Das eröffnet für interessierte Landwirte ein großes Potenzial. Eine Erhöhung der Anbaufläche würde zudem einen Beitrag zur Artenvielfalt auf dem Acker leisten – die Anbaupalette von Arzneipflanzen umfasst hierzulande ca. 120 Arten.

Um allen an diesem Thema interessierten Landwirten, Erstverarbeitern, Händlern und Herstellern eine Gesprächsplattform zu bieten, veranstaltete die FNR bereits zum dritten Mal die Tagung „Arzneipflanzenanbau in Deutschland – mit koordinierter Forschung zum Erfolg“. Rund 90 Teilnehmer hörten und diskutierten Vorträge zu aktuell laufenden Forschungsprojekten und zu Anbau- und Erzeugerverbänden. Außerdem nahmen sie an einer Exkursion in das besonders artenreiche Kräuteranbaugebiet Schwebheim teil.

Pflanzliche Rohstoffe für Pharmazie & Co. können einen zwar kleinen, nichtsdestotrotz wertvollen Beitrag zur Umsetzung einer biobasierten Wirtschaft leisten. Sie stehen für Spezialwissen, hohe Wertschöpfung, höchste Qualitätsanforderungen und ein besonders breites Anbauspektrum, bei gleichzeitig steigender Nachfrage der Gesellschaft nach pflanzlichen Alternativen im Gesundheits- und Kosmetiksektor.

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Pressemitteilung, 2017-08-08.

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