31 Mai 2006

Mecklenburg-Vorpommern bewirbt sich um das Deutsche Biomassezentrum

Präsentation in Berlin

Das Land Mecklenburg-Vorpommern will Standort für das Deutsche Biomassezentrum (DBFZ) werden. In der Landesvertretung in Berlin stellt der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei Dr. Till Backhaus (SPD) am Mittwoch, den 31.Mai das Projekt vor.

“Angesichts der Knappheit der natürlichen Ressourcen müssen wir in Zukunft mehr und mehr eine nachhaltige und umweltschonende Energieversorgung entwickeln. Auf diesem Weg ist Deutschland schon einen guten Schritt vorangekommen. Und auch wir in Mecklenburg-Vorpommern haben bereits ein leistungsfähiges Netzwerk aufgebaut” – betont der Minister.

Standort für das neue Zentrum soll die Hansestadt Rostock werden. Hier habe man starke Partner, zum Beispiel die Universität Rostock, die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei, sowie die Hochschulen in Wismar, Neubrandenburg und Stralsund. Auch eine Liegenschaft, die über ausreichend Büro- und Laborfläche verfügt, sei vorhanden.

Bereits im Jahr 2006 könne das DBFZ seine Tätigkeit aufnehmen. Unter der Nutzung der Kompetenzen am Standort und der Nutzung des Netzwerkes der Biomasseproduzenten kann in folgenden Bereichen sofort gearbeitet werden:

  • Erzeugung und Nutzung der Biokraftstoffe,
  • Qualitätssicherung bei Pflanzenölkraftstoffen,
  • Untersuchung von Biomasse-Heizungsanlagen, Optimierung des Emissionsverhaltens
  • Untersuchung zur energetischen Nutzung schwieriger Biomassen (Stroh, Getreidekörner, Tierexkremente)
  • Optimierung der Vergasung von Stroh-Ganzballen
  • Enzymatischer und thermischer Biomasseaufschluss
  • Optimierung des Verfahrens der Bioethanolherstellung

Minister Backhaus unterstreicht, dass das Forschungszentrum sich einreihen würde in die bundesweiten Aktivitäten zur schrittweisen Veränderung der Energieversorgungsstruktur Deutschlands hin zu einer zunehmend auf Basis erneuerbarer Energien basierenden Energiewirtschaft:

“Das Zentrum würde sich nicht nur der stofflichen Verwertung nachwachsender Rohstoffe widmen. Es schließt eine Lücke zwischen den Ergebnissen universitärer, sowie industrieller Forschung und der Entwicklung marktfähiger Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen.”

Für die Zukunft sieht der Minister folgende Aufgaben für das DBFZ:

  • die Überführung erarbeiteter Forschungsergebnisse in bezahlbare technische Lösungen
  • eine durchgängige Gestaltung von Verfahrensketten zur Bereitstellung von Biomasse
  • die Prüfung und Bewertung technischer Lösungen zur energetischen Nutzung von Bioenergie
  • Bereitstellung des Fachwissens in Universitäten und Hochschulen, sowie die Beratung öffentlicher Einrichtungen

Kontakt:
Andrea Haase (Pressesprecherin)
Tel.: 0385 / 588-6003 od. -6065
Fax: 0385 / 588-6022
E-Mail: [email protected]

(Vgl. Meldung vom 2006-02-24.)

Source: Pressemitteilung Nr. 134/06 des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei vom 2005-05-31.

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