9 November 2006

Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Holzwirtschaft vorgeschlagen

Branche im politischen Dialog mit dem Verbraucherministerium

Als alles beherrschendes Thema stand die Rohstoffversorgung mit Holz im Mittelpunkt eines Gespräches, das Vertreter des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) mit Peter Paziorek, dem parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) führten.

Übereinstimmend wurde festgestellt, dass ein Abbau der hohen Vorräte nicht gegen Nachhaltigkeitsgrundsätze verstoßen dürfe. Paziorek verwies auf das Recht der Eigentümer, über die Nutzung ihres Waldes selbst zu entscheiden. Er sagte zu, dass sich sein Haus daran beteiligen werde, geeignete politische Gesprächsebenen zu nutzen und ggf. auch zu schaffen, um über notwendige Strategien für eine stärkere Rohstoffnutzung zu beraten.

Die aktuell starke Dynamik in der stofflichen Holzverwendung und die explodierende Nachfrage nach Energieholz müssen nach Auffassung der Beteiligten zu gemeinsamen konzertierten Anstrengungen von Forst- und Holzwirtschaft führen, um die Rohstoffgrundlage zu sichern, damit bereits getätigte sowie geplante Investitionen in der Holzwirtschaft nicht gefährdet werden.

DHWR-Präsident Wilhelm Vorher erläuterte Anregungen für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft und stellte besonders den Wunsch der Branche nach Aufnahme der Forstwirtschaft in die EU-Verfassung heraus, um unkoordinierte Maßnahmen im Bereich der EU-Politik zum Nachteil von Forst- und Holzwirtschaft künftig zu vermeiden. Vorher: “Forst und Holz brauchen in Brüssel eine eindeutige Adresse.”

Weitere Themen waren die Förderung der Holzmobilisierung, die Auswirkungen der Naturschutzgesetzgebung und die Probleme der Betriebe bezüglich der Einhaltung von Forderungen zur Begrenzung von natürlichen Inhaltsstoffen aus Holz und Holzprodukten. Positiv bewertet wurde die Umsetzung der Charta für Holz, die weiter vorangekommen sei, als bei ihrer Verabschiedung vor zwei Jahren erwartet wurde.

Source: Infoholz vom 2006-11-08.

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