27 Oktober 2017

Marktführer TECNARO und MOCK kooperieren für Umwelt und Gesundheit

Getreidemühle für Zuhause aus Biokunststoff Arboblend ermöglicht schnellere und kostengünstige Produktion

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Getreidemühle Mockmill aus Biokunststoff ARBOBLEND® für die Küche Zuhause (Foto: Wolfgang Mock GmbH und TECNARO)

 

Duftendes Brot aus frischem Mehl und Biopolymere, also holzbasierte Kunststoffe – um derart Verschiedenes kreist das Schaffen der Inhaber zweier Marktführer, die dennoch beide kaum besser in unsere Zeit passen könnten. Eine Zeit an der Schwelle – die weg führt vom Höher-Schneller-Weiter, weg vom konsumorientierten Massen-Markt ohne Reue hin zu mehr Gesundheitsbewusstsein und zu Verantwortung für kommende Generationen. Und so kam zusammen, was zusammen gehört: die TECNARO GmbH aus Ilsfeld und die Mock GmbH aus Darmstadt. Werte-Erhalt und Sinnstiftung, keine geringeren Antriebe eint die Geschäftsführer Jürgen Pfitzer und Helmut Nägele von der TECNARO und Wolfgang Mock, Gründer der Wolfgang Mock GmbH.

Denn geht es nach TECNARO, gibt es keinen Grund mehr, Plastik zu verwenden. Kein Trick. Keine Provokation, denn nichts weniger als eine Revolution ist im Gang in Ilsfeld bei Heilbronn. Im Audi R8 steckt sie und in Formel 1-Fahrzeugen, in Kleiderbügeln für Benetton oder – Pfitzer zeigt auf eine Kinderrassel – in Spielzeug und Uhrengehäusen: die erdölfreie Technik der Firma TECNARO, The Biopolymer Company.

Lässig und lebenshungrig

Nahezu Revolutionäres hat auch die Wolfgang Mock GmbH vor, gemessen an der heutigen industriellen Fertigung von Nahrungsmitteln, die den Namen Lebens-Mittel kaum verdienen. „Wer sein Bier einschenkt und sechs Wochen wartet, bis er es trinkt“, der werde kein Interesse an Mockmills haben, den Haushaltsmühlen seines Unternehmens, provoziert Wolfgang Mock. Seit rund 35 Jahren auf einem Gutshof eingerichtet – in der Nähe von Frankfurt und doch naturnah – pflegt Wolfgang Mock mit seinen 70 einen nicht minder lebenshungrigen, einen bewusst alternativen Lebensstil mit Kollegen, Freunden und Familie. Der Genussmensch unterscheidet klug in Lebenswertes und weniger Solches. Er genießt sein Schaffen. Der zehn Jahre jünger wirkende Mock hat manche Zeichen der Zeit früh erkannt.

Denn heute wächst die Zahl der Menschen mit hohem Gesundheitsbewusstsein, die in Anerkennung und Respekt vor der Natur und ihren Schätzen zu leben wünschen. Es sind Menschen, die – wie er – weg wollen von billig produzierter Massenware hin zu energie- und vitaminstoffreicher Ernährung. Sie wünschen Nahrung, die den Körper stärkt und schützt, die die Ressourcen wahrt und dem Leben durch eigene Achtsamkeit zu mehr Fülle im Detail verhilft. Und Mock liegt seit Jahrzehnten eines besonders am Herzen, der Deutschen liebstes Lebensmittel – das Brot.

Im Land, in dem Bäckereien aus dem Boden schießen, die mittels chemischer Hilfe vorgefertigte Teiglinge aufbacken, krempelt Mock die Ärmel hoch. Er möchte binnen 20 Jahren in jeder Küche eine Getreidemühle stehen sehen. Dieses erklärte Firmenziel zeugt von hohem Anspruch. Und doch glaubt man Wolfgang Mock aufs Wort. Denn seine Getreidemühlen für den Privathaushalt schafften es mit ihren hochwertigen Stein-Mahlwerken aus Korund-Keramic in den vergangenen 30 Jahren auf einen Marktanteil von 70 Prozent aller Haushaltsmühlen und somit unter die europäischen Marktführer. Wer eine solide Haushaltsmühle sucht, kommt am Namen Mock nicht vorbei.

Mühle im besten Style

Ab sofort sind Mockmühlen erhältlich mit Tecnaro-Gehäuse. Bereits die Mockmill 100 und nun auch die Mockmill 200 stecken in einem stylischen „Kleid“ aus ARBOBLEND®. Diese ist eine der drei Basisformeln der Tecnaro GmbH für Granulate. Und diese wiederum können in verschiedenen Verfahren verarbeitet werden: vom Spritzuguss- über das Extrusions- bis hin zu Tiefzieh-, Schmelzspinn- oder Kalandrier-Verfahren. Die Granulate, die im Aussehen etwa vergleichbar sind mit kleineren Holzpellets können also viele Kunststoff-Granulate ersetzen – sind nur eben sämtlich aus nachwachsenden Rohstoffen und biologisch abbaubar.

ARBOFORM®, ARBOBLEND® und ARBOFILL® heißen die thermoplastischen lignin-, zucker- oder stärke-, generell also pflanzenbasierten Biopolymere der TECNARO. In knapp 20 Jahren wurden mit rund 3.500 Rezepturen auf ganz breiter Basis erdölfreie Kunststoffersatzwerkstoffe entwickelt. So entstanden die TECNARO -Biokunststoff-Compounds für alle erdenklichen Einsatzzwecke – vom feinsten Filament für Fäden, Garne und Textilien oder 3D Druck über Folien bis zu dicken Platten. Vom erdölfreien UHU Klebestift, über Edding Textmaker, bis hin zur Tupperschüssel oder iPhone-Hülle. Was TECNARO oder ihre Partner daraus fertigen, ist widerstandsfähig und nachhaltig, langlebig und strapazierfähig, diffusionsdicht, reiß-, stoß- und hitzefest, absolut biologisch abbaubar oder langzeitbeständig und immer aus nachwachsenden Rohstoffen – wie nun auch die Mockmills.

Nachhaltigkeit trifft Selbstbestimmung

Mock: „Wir haben nie Gehäuse aus erdölbasierten Kunststoffen für unsere Mühlen verwendet.“ Es hätte nicht zur Firmenphilosophie gepasst. Vom Schreiner gearbeitete Holzgehäuse waren darum – und für Mock selbstverständlich – nachhaltig. Jetzt aber erhalten sie dank Tecnaro auch ein zeitgemäßes Design. Auch werde es damit einfacher, größere Stückmengen zu skalieren. Das Spritzgussverfahren ermögliche eine günstigere und schnellere Produktion. „Damit erreichen wir noch erschwinglichere Preise für unsere Mühlen.“ Das kommt dem Darmstädter Familienunternehmen entgegen, erfreut sich doch die hochwertige Ware inzwischen über Europa hinaus und bis in die USA wachsender Nachfrage.

Rund 15.000 verkaufte Mühlen in einem der besten Jahre – noch mit Mocks Vorgängerfirma Komo-Mühlen – wollen getoppt sein. Doch Wolfgang Mock ist zuversichtlich dank der neuen Kooperation. Er gilt als Vordenker der Branche. Aus einem Aha-Erlebnis wurde seine Leidenschaft. Der 70jährige erinnert sich, wie sehr es ihn beeindruckte, als er sein erstes Brot aus frisch gemahlenem Mehl aß. „Da hingen Aromen in der Luft, köstlich, und das Brot war saftig, lecker, ein Hochgenuss, vergleichbar mit frisch gemahlenem Kaffee.“ So eloquent wie authentisch schildert Mock, wie die neue Ernährungsweise auch ihn selbst veränderte. „Die Energie kehrte zurück, ich hatte mehr Lust auf den Alltag, auf alles. Ich hatte plötzlich auch viel mehr Zeit, denn ich wurde ja nicht mehr so schnell träge, müde…“

Die Macht behalten

Fünf Gründe nennt er darum, die für die fünf Minuten sprechen, in denen eigenes Mehl gemahlen ist – oder auch Gewürze und Hülsenfrüchte: die Gesundheit, die Macht zu behalten über die eigene Ernährung, den eigenen Körper, der Geschmack und das Abenteuer. „Und die Vielfalt der Ergebnisse ist riesig“, so Mock. Frisch Gemahlenes erhält den Vitalstoffreichtum vollen Korns, versorgt mit Energie und anhaltender Konzentration. Backwaren, just-in-time-milled aus gutem Korn, enthalten Mineralien und Ballaststoffe. Anders als Weißmehlprodukte, die unseren Darm verkleben, krank machen, unterstützt frisch gemahlenes, vollwertiges Getreide unser Immunsystem.

Ob Mühlen oder konsequent durchdachte Mühlenaufsätze für gängige Küchenmaschinen wie Kitchenaid, AEG oder KENMORE: Mock-Produkte sind robust, einfach zu handhaben und leicht zu reinigen und nun auch vom Design ein Schmuck für die Küche. Natürlich hat Kooperationspartner Jürgen Pfitzer von der TECNARO GmbH – schon als verantwortungsbewusster Familienvater – auch bereits eine Mockmill 200 zuhause.

Der Geschäftsführer gründete mit Compagnon Helmut Nägele die TECNARO 1998 als Spin-Off aus dem Fraunhofer Institut. Pfitzer: „Wer höhere Kosten für die umweltfreundlichen TECNARO-Produkte einwendet, lässt bei der Bilanzierung die Umweltschäden von Erdöl-Produkten, die Kriege um Erdöl und die damit verbundenen Flüchtlingsströme außer Acht.“ Die hochwertigen, thermoplastischen Werkstoffe werden also bei TECNARO entwickelt, produziert und vertrieben.

Knowhow und Tradition

Es tut einfach gut, und Optimismus keimt auf, lauscht man dem schwäbisch-badischen Duo Pfitzer und Nägele und dem Darmstädter mit seinem lässigen Lifestyle – trotz aller Abwege der Menschheit. Denn wo andere in Schockstarre verfallen mögen angesichts der sich im Atlantik drehenden Plastik-Strudel und toter Tiere einerseits sowie Adipositas, Diabetes oder angesichts diverser Autoimmunerkrankungen ernährungsbedingter Art andererseits – da begannen diese deutsche Unternehmer zu tüfteln, jeder auf seinem Weg, jeder zu seiner Zeit.

Sie sind Unternehmen, die mit von der Partie sind, eine Wende einzuläuten. Weg vom unbewussten, nur hinnehmenden Konsumenten, hin zum bewussten und energischen Zeitgenossen – in tiefem Verantwortungsgefühl, sich selbst, den Kindern und Enkeln gegenüber. Hier trifft zukunftsgerichtetes Knowhow auf traditionelles Handwerk, bei TECNARO und MOCK treffen Umwelt- auf Gesundheitsbewusstsein und bei beiden trifft das Alles auf Liebe zum Leben, zum echten, zum selbstbestimmten way of life.

Source: TECNARO, Pressemitteilung, 2017-10-12.

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