20 Dezember 2004

Markteinführungsprogamm für Bioschmierstoffe um zwei Jahre verlängert

Bereits über 10.000 Maschinen und Anlagen auf Pflanzenölprodukte

Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft setzt die Förderung biogener Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten bis Ende 2006 fort.

Dem Antrag auf Verlängerung des ursprünglich bis zum 31. Dezember 2004 befristeten Förderprogramms hat die EU-Kommission jetzt stattgegeben. Das Programm wird durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) umgesetzt und deckt Teile der Mehrkosten beim Einsatz biogener Schmierfette, Hydraulik-, Motor- und Getriebeöle ab. Bereits über 10.000 Maschinen und Anlagen wurden im Rahmen dieses Programms bislang auf umweltfreundliche Bioöle umgerüstet.

Antragsberechtigt sind private und gewerbliche Nutzer sowie kommunale Einrichtungen, die biogene Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten aus dem Produktverzeichnis der FNR, der so genannten Positivliste, einsetzen. Circa 450 Hochleistungsprodukte auf der Basis von Pflanzenölen sind in ihr mittlerweile gelistet. Bei der Umrüstung auf biogene Hydraulikflüssigkeiten wird zusätzlich ein Festbetrag von 150 EUR gewährt. Für die Berechnung der Förderhöhe gelten derzeit folgende Pauschalwerte pro Liter Bioöl:

  • Hydraulikflüssigkeit: 2,50 EUR/Liter, Festbetrag: 150 EUR
  • Motorenöl : 2,40 EUR/Liter, Festbetrag: -
  • Getriebeöl : 3,20 EUR/Liter, Festbetrag: –
  • Verlustschmierung : 1,20 EUR/Liter bzw. Kilogramm, Festbetrag: –

Wer seine neue Maschine von Anfang an mit biogenem Hydrauliköl ausrüstet, bekommt einen Zuschuss von 4 Euro pro Liter Bioöl. Die Umrüstung muss innerhalb von sechs Monaten nach Erhalt des Zuwendungsbescheides durchgeführt werden. Zusätzliche Aufmerksamkeit für Bioschmierstoffe schafft die Einführung der “Euro-Margerite”, dem europäischen Pendant zum Blauen Engel, im nächsten Jahr. Bioschmierstoffe mit diesem EU-Eco-Label müssen einen Anteil von mindestens 50 Prozent nachwachsenden Rohstoffen enthalten, was den Förderkriterien bereits entspricht.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zur Antragstellung sind unter www.bioschmierstoffe.info abrufbar.

Source: Pressemeldung des Bundesverbraucherministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft vom 2004-12-20.

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