31 Mai 2002

Lyocell-Fasern in technischen Anwendungen

In der Mai-Ausgabe der Fachzeitschrift Technische Textilien finden sich mehrere Artikel zur Veränderung und zum Einsatz von Lyocell-Fasern in technischen Anwendungen wie insb. Verbundwerkstoffen:

  • Untersuchungen zur Erhöhung des Elastizitäts-Moduls von Lyocellfasern (S. 76-79)
  • Lyocell-Tagung in Rudolstadt (S. 80)
  • Lyocell-faserverstärkte Kunststoffverbunde – Entwicklungsstand und Einsatzchancen (S. 86-89)
  • Entwicklung spezieller Lyocell-Armierungsfasern für den Einsatz in Composites (S. 89)

Kurzgefasst: Die gegenwärtig zur Verfügung stehenden Lyocellfasern können prinzipiell zur Verstärkung von Kunststoffen eingesetzt werden. Infolge ihres niedrigen Faser-E-Moduls werden aber die Steifigkeiten von Naturfaserverbunden nicht erzielt. Das E-Modul kommerzieller Lyocell-Fasern liegt bei 700 cN/tex. Durch geeignetes Verspinnen kann das E-Modul bis auf 1.400 cN/tex gesteigert werden. Aber auch dieses Potenzial liegt noch immer unterhalb des Niveaus solcher Naturfasern wie Flachs, Hanf oder Jute (2.000 – 4.000 cN/tex).

Da Lyocell aber andererseits verschiedene Vorteile aufweist, wie hohe Feinheit und Reinheit, keinen Eigengeruch, beliebige textile Aufmachung und gute Faser-Matrix-Haftung zu Gummi und Epoxidharz, sind spezielle Anwendungen im mittleren Beanspruchungsbereich denkbar. Auch können
Mischungen mit Naturfasern interessant sein, da sich hier die Schlagzähigkeit der Verbundwerkstoffe erhöht.

Source: Technische Textilien, Jahrgang 45, Heft 2, Mai 2002.

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